Sicherheitsreport 2026

Davor fürchten sich viele Reisende


16.09.2026 – 14:17 UhrLesedauer: 2 Min.

Am Flughafen: Für Urlauber wird Sicherheit immer wichtiger. (Quelle: baona)

Krieg, Kriminalität, politische Unruhen: Die Reisesorgen der Deutschen haben sich gewandelt. Ein neuer Sicherheitsreport zeigt, wie das die Urlaubsplanung beeinflusst.

Wo verbringe ich meinen Urlaub? Diese Frage stellen sich Millionen Deutsche jedes Jahr – aber die Antwort darauf fiel 2026 anders aus als noch im Vorjahr. Nicht etwa, weil die Reiselust gesunken ist, sondern weil ein neuer Faktor hinzukommt: die geopolitische Lage.

Das zeigt der aktuelle Sicherheitsreport der Ergo Reiseversicherung, für den das Meinungsforschungsinstitut Yougov insgesamt 1.240 Menschen befragt hat. Das Ergebnis ist eindeutig: Sicherheit ist wichtiger als je zuvor. Knapp 93 Prozent derjenigen, die mindestens einmal im Jahr verreisen, sagen, dass die Sicherheitslage im Reiseland bei ihrer Planung eine wichtige oder sehr wichtige Rolle spielt.

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Reisende fürchten Krieg und Kriminalität

Interessant ist, was die Menschen konkret beunruhigt – und was nicht mehr. Terroranschläge, lange Zeit die größte Sorge Reisender, verlieren an Bedeutung. Auf die Frage „Welche Risiken auf Reisen bereiten Ihnen die meisten Sorgen?“ nannten nur noch 25 Prozent der Befragten diese als Angstfaktor, 2025 waren es noch 37 Prozent. Stattdessen rückt etwas anderes in den Vordergrund: Krieg, politische Unruhen, bewaffnete Konflikte. 38 Prozent der Befragten geben das als eine ihrer größten Reisesorgen an – obwohl die Frage erst in diesem Jahr neu ins Erhebungsset aufgenommen wurde. Kriminalität liegt mit 40 Prozent knapp davor.

Die Sorgen Reisender sind insgesamt diffuser geworden. Ängste beziehen sich weniger auf einen konkreten Fall wie einen einzelnen Anschlag, sondern eher das allgemeine Gefühl, dass die Welt gerade unberechenbarer ist.

Unsicherheit schlägt sich in konkreten Entscheidungen nieder

41 Prozent der Befragten fühlen sich durch die aktuelle Weltlage auf Reisen unsicherer als früher. Und das bleibt nicht folgenlos: Zwei Drittel von ihnen geben an, ihre Reiseplanung für die nächsten zwölf Monate entsprechend anzupassen.

63 Prozent etwa meiden bestimmte Ziele oder wählen bewusst Länder, die als sicher gelten. 39 Prozent würden eine laufende Reise abbrechen, wenn sich die Lage vor Ort verschlechtert. Und 35 Prozent schauen inzwischen regelmäßig auf die Reisehinweise des Auswärtigen Amts – etwas, das früher eher die Ausnahme war.

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Deutschland erlebt ein Comeback als Reiseziel

All das hinterlässt Spuren bei der Wahl des Reiseziels. Deutschland als Destination erlebt einen deutlichen Aufschwung: 30 Prozent der Befragten geben an, es für längere Reisen zu bevorzugen – 2025 waren es noch 22 Prozent. Weltweite Ziele verlieren dagegen an Attraktivität: sie sinken von 21 auf 15 Prozent. Europa bleibt mit 51 Prozent die beliebteste Kategorie insgesamt.

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