Wer organisiert den MSC?
Die MSC wird privat organisiert und ausgerichtet von der Stiftung Münchner Sicherheitskonferenz. Es wurde im Dezember 2018 gegründet, um die Unabhängigkeit des MSC dauerhaft sicherzustellen. Mittlerweile gehören nicht nur die Bundesregierung, sondern auch die Bayerische Staatsregierung, die Robert Bosch Stiftung und die EnBW AG zu den Geldspenden der Stiftung.
Wer ist Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz?
Der deutsche Diplomat Wolfgang Ischinger ist seit Februar 2025 Vorsitzender der Stiftung Münchner Sicherheitskonferenz. Er leitete die Konferenz bereits von 2008 bis 2022. An der Spitze der MSC wird künftig der Norweger Jens Stoltenberg stehen. Der designierte Vorsitzende war von 2014 bis 2024 Generalsekretär der NATO. Er gilt als einer der profiliertesten internationalen Diplomaten und überzeugter Verfechter der transatlantischen Zusammenarbeit. Derzeit ist er norwegischer Finanzminister und wird sein Ehrenamt an der Spitze der Münchner Sicherheitskonferenz übernehmen, sobald seine Amtszeit in der norwegischen Regierung endet. Bis dahin bleibt Wolfgang Ischinger als Präsident des MSC-Stiftungsrats Vorsitzender des MSC.
Finden spezielle MSC-Konferenzen statt?
Neben dem Treffen in München organisiert das MSC regelmäßig Sonderveranstaltungen zu bestimmten Themen und Regionen. Im Jahr 2023 war es beispielsweise Gastgeber der Munich Leaders Meetings in Nairobi und Tokio. Die Munich Young Leaders nehmen an einer gemeinsamen Konferenz mit dem MSC in München teil. In Deutschland bietet die Veranstaltungsreihe „Zeitenwende on tour“ die Möglichkeit, die deutsche Sicherheitspolitik in Bürgerforen zu diskutieren.
Warum ist die Chatham House Rule wichtig?
Die meisten MSC-Veranstaltungen sind öffentlich oder finden im Rahmen der Chatham House Rule statt. Benannt nach dem ehemaligen Royal Institute of International Affairs in London, wurde die Regel erstmals 1927 definiert und legt fest, dass Informationen aus Diskussionen verwendet werden dürfen, ohne anzugeben, von wem sie stammen oder wer an den Diskussionen teilgenommen hat. Ziel der Regel ist es, so viele Informationen wie möglich öffentlich nutzen zu können, die andernfalls möglicherweise nicht offengelegt worden wären.









