Die CDU geht mit ihrem Landeschef Hagel ins Rennen. Der 37-Jährige ist seit 2021 Fraktionschef der Partei im Landtag und wäre, sollte er gewinnen, der jüngste Ministerpräsident in der Geschichte Baden-Württembergs.
Für die Grünen tritt Özdemir als Spitzenkandidat an. Der 60-Jährige macht seit Jahrzehnten Politik und war Abgeordneter im Bundestag und im Europaparlament, Grünen-Chef sowie Bundeslandwirtschaftsminister und nach dem Bruch der Ampel-Koalition auch kurzzeitig Bundesbildungsminister.
Die CDU lag in Umfragen über viele Monate mit deutlichem Abstand vorne. Wenige Tage vor der Wahl holten die Grünen aber nun in mehreren Befragungen deutlich auf und rückten je nach Erhebung auf einen Prozentpunkt oder auf zwei Prozentpunkte an die zuvor deutlich führende CDU heran.
Die SPD geht mit Landes- und Fraktionschef Andreas Stoch ins Rennen, die FDP-Landesliste führt Landes- und Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke an. Die AfD tritt mit dem Bundestagsabgeordneten Frohnmaier an, der sich aber nicht um ein Landtagsmandat bewirbt. Er würde nur nach Baden-Württemberg wechseln, wenn er Ministerpräsident würde – was aber so gut wie ausgeschlossen ist. Chancen, erstmals in Parlament einzuziehen, hat auch die Linke, die mit einem Spitzentrio in den Wahlkampf geht.
An der Spitze der Prioritäten der Wählerinnen und Wähler steht Umfragen zufolge die wirtschaftliche Lage im Südwesten. Beinahe wöchentlich verkünden wichtige Industrie-Giganten wie Mercedes-Benz, Porsche, Bosch oder ZF den Abbau von Arbeitsplätzen. Auf das Thema setzen auch die Parteien im Wahlkampf stark – die Wirtschaft bildet in allen Parteiprogrammen einen wichtigen Schwerpunkt. Auf dem zweiten Platz steht für die Menschen noch immer die Zuwanderung, gefolgt von Wohnen und Mieten.









