Haltbarkeit von Streichfett
Ist ranzige Butter gesundheitsschädlich?
Aktualisiert am 16.09.2025Lesedauer: 3 Min.
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Viele bewahren Butter nicht im Kühlschrank auf, damit sie sich leichter aufs Brot streichen lässt. Doch wie schnell wird das Streichfett eigentlich ranzig?
Sie gehört für viele zum Frühstück dazu: Butter. Doch auch zum Verfeinern von Gerichten und Backen wird das Streichfett verwendet. Wer die Butter jedoch falsch lagert oder nutzt, riskiert, dass sie schlecht wird.
Kann Butter schimmeln?
Durch die falsche Lagerung oder Handhabung können Lebensmittel schnell schimmeln. Echte Butter schimmelt selten, da sie größtenteils aus Fett besteht. Dasselbe gilt für Öle, Margarine oder Pflanzenfette. Aber: Sobald das Streichfett geöffnet und verwendet wurde, kann sich auch hier Schimmel bilden. Das ist beispielsweise der Fall, wenn mit einem verschmutzten Messer etwas Butter entnommen wurde oder anderweitig Fremdkörper auf das Lebensmittel gelangt sind. Wird die Butter zusätzlich nicht richtig gelagert und gekühlt, kann sich schnell Schimmel bilden. Dann sollten Sie die Butter nicht mehr essen.
Muss Butter gekühlt werden?
Auch wenn viele anderer Meinung sind und es seit Jahren anders handhaben: Butter gehört in den Kühlschrank, rät die Verbraucherzentrale Berlin. Denn bei Zimmertemperatur können die im Streichfett enthaltenen Fette schnell ranzig werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Butterpäckchen bereits angebrochen ist oder nicht.
Die Aufbewahrung in einer Dose in dunkler und trockener Umgebung ist auch keine gute Alternative. Hier wird die Butter nach einigen Tagen ranzig und beginnt unangenehm zu riechen.
Auch Margarine muss gekühlt werden
Gleiches gilt laut der Verbraucher-Initiative auch für Margarine. Sie rät daher dazu, immer zu den Packungen im Kühlregal zugreifen.
Wie lange ist Butter haltbar?
Die Haltbarkeit der Butter hängt auch von ihrem Fettgehalt ab. Je höher dieser ist, desto länger ist sie haltbar. Echte Butter muss laut EU-Verordnung einen Fettanteil von mindestens 80 Prozent haben. Dadurch ist sie beispielsweise bis zu sechs Monate ungeöffnet haltbar. Wichtig ist, dass sie im Kühlschrank aufbewahrt wird.
Je geringer der Fettanteil, desto schneller sollte Butter verbraucht werden. Vor allem, wenn sie geöffnet wurde. Dann ist sie nur wenige Wochen haltbar.
Woran erkenne ich ranzige Butter?
Ranzige Butter erkennen Sie daran, dass sich ihre helle, gelbliche Färbung in ein dunkles Gelb verwandelt hat. Das ist ein erstes Anzeichen dafür, dass sich die pflanzlichen und tierischen Fette in der Butter verändert haben. Verantwortlich dafür sind Licht, Sauerstoff sowie Mikroorganismen und Enzyme. Unter diesem Einfluss werden die Fette zersetzt und es entstehen Abbauprodukte, die nicht nur schlecht riechen, sondern auch schlecht schmecken und als gesundheitsschädlich gelten.
Handelt es sich nur um wenige, verfärbte Stellen, können Sie diese großzügig entfernen. Probieren Sie vorsichtig, ob der restliche Teil ebenfalls ranzig geworden ist. Ist dies nicht der Fall, können Sie das Streichfett noch verzehren.
Ist ranzige Butter gesundheitsschädlich?
Im Normalfall verhindert bereits ein stechender Geruch, dass man das Produkt verzehrt. Wenn Sie doch einmal ranzige Butter essen sollten, kann es zu Verdauungsproblemen kommen. Dies gilt insbesondere für Personen mit einem Gallenleiden, bei denen die Fettverdauung nicht mehr richtig funktioniert.










