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Home » Das Mittelklassemodell beendete die Ära des Heckantriebs
Mobilität

Das Mittelklassemodell beendete die Ära des Heckantriebs

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 25, 2026
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Das Mittelklassemodell beendete die Ära des Heckantriebs

40 Jahre Opel Omega

Mit ihm begann das Ende einer Ära


25.07.2026 – 08:04 UhrLesedauer: 4 Min.

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Wichtiges Auto für die Massen: Das 25-millionste Modell von Opel war 1989 ein Omega A. (Quelle: Opel/Hersteller-bilder)

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Der Omega sollte Opel in eine neue Zeit führen. Vierzig Jahre nach seiner Premiere steht die Limousine für den Höhepunkt und das Ende einer Ära.

Bevor Opel im Sommer 1986 den Nachfolger des Rekord vorstellte, sollte das neue Modell eigentlich „Modena“ heißen. Erst kurz vor der Präsentation entschied sich der Hersteller für einen anderen Namen: Omega, einen Namen, den eine Agentur monatelang bei potenziellen Kunden in Umfragen getestet hatte. Vier Jahrzehnte später wirkt diese Wahl fast symbolisch.

imago images 0853121034Vergrößern des Bildes
Opel Rekord E Caravan: Die Modellreihe war weit verbreitet. (Quelle: IMAGO/Sebastian Geisler/imago)

Der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets könnte als ein Endpunkt interpretiert werden – und tatsächlich markierte der Omega später das Ende einer Opel-Ära. Er war das letzte große Modell der Marke mit Hinterradantrieb und der letzte klassische Vertreter der oberen Mittelklasse aus Rüsselsheim. Damals allerdings dachte niemand an einen Schlusspunkt. Im Gegenteil: Opel befand sich auf dem Höhepunkt seines Erfolgs.

Ein Höhepunkt bei der Verbreitung

Mitte der Achtzigerjahre gehörte Opel zu den prägenden Herstellern auf deutschen Straßen. 1987 erreichte das Unternehmen hierzulande einen Marktanteil von 15,6 Prozent und setzte mehr als 450.000 Autos ab. Für viele Familien war ein Opel ebenso selbstverständlich wie ein Volkswagen – und die Markentreue häufig Anlass gegenseitiger Sticheleien, je nachdem, woher man kam.

Blaulicht-Bestseller: Auch als Einsatzfahrzeug für Polizei und Feuerwehr lieferte Opel den Omega.Vergrößern des Bildes
Blaulicht-Bestseller: Auch als Einsatzfahrzeug für Polizei und Feuerwehr lieferte Opel den Omega. (Quelle: Opel)

Opel war Sponsor des FC Bayern München, und Spieler sowie Vereinsverantwortliche kamen vertragsgemäß mit Modellen mit dem Blitz auf dem Kühlergrill zum Trainingsgelände. Polizei, Behörden, Taxiunternehmen und Fahrschulen setzten ebenfalls auf Fahrzeuge der Marke. Der Omega war deshalb das neue Gesicht einer Marke, die damals mitten in der Gesellschaft stand.

Mannschaftsfoto: Die Herrenmannschaft des FC Bayern München posiert in der Saison 1995/1996 um einen Opel Omega B.Vergrößern des Bildes
Mannschaftsfoto: Die Herrenmannschaft des FC Bayern München posiert in der Saison 1995/1996 um einen Opel Omega B. (Quelle: imago)

Ein Nachfolger, auf dem hohe Erwartungen lasteten

Entsprechend groß waren die Erwartungen. Der Rekord hatte seit den 1950er-Jahren Generationen von Autofahrern begleitet und sich den Ruf eines zuverlässigen Familienautos erarbeitet. Ihn zu ersetzen, war für Opel weit mehr als ein gewöhnlicher Modellwechsel. Die „Süddeutsche Zeitung“ beschrieb den Rekord in einem zeitgenössischen Artikel als vertrauten Begleiter des bundesdeutschen Alltags – ein Auto, das fast jeder kannte. Genau dieses Vertrauen sollte der Omega übernehmen und gleichzeitig den Aufbruch in eine neue Zeit markieren.

Fortschritt unter dem Blech

Technisch war das neue Modell tatsächlich ein großer Schritt nach vorn. Opel entwickelte den Omega vollständig am Computer, setzte in der Produktion verstärkt auf Roboter und investierte viel Aufwand in Aerodynamik und Leichtbau. Das Ergebnis war ein Luftwiderstandsbeiwert (cw-Wert) von 0,28. Ein Wert, der damals selbst in der oberen Mittelklasse Aufsehen erregte und den Omega sogar ein Stück windschnittiger machte als den ebenfalls aerodynamisch ausgelegten Audi 100 von 1982 (cw-Wert von 0,3). Weniger Luftwiderstand bedeutete nicht nur geringeren Verbrauch, sondern auch niedrigere Windgeräusche und höhere Fahrstabilität.

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