Landtagswahl in Rheinland-Pfalz
Das ist die Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Eder
17.03.2026 – 11:43 UhrLesedauer: 3 Min.
Die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz (RLP) rückt näher. Für die Grünen geht es am 22. März um einiges, denn sie wollen in der Regierung bleiben. Ihre Spitzenkandidatin ist Katrin Eder.
Bei der letzten Landtagswahl in Rheinland-Pfalz (RLP) kamen die Grünen auf 9,3 Prozent. In aktuellen Umfragen verfehlen sie diesen Wert aber noch. Um wieder in die Regierung zu kommen und eine schwarz-rote Koalition zu verhindern, schicken die Grünen eine erfahrene Spitzenkandidatin ins Rennen: Katrin Eder.
Die Politikerin ist die amtierende Umweltministerin in Rheinland-Pfalz. Was es sonst über die Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen zu wissen gibt, erklärt t-online im Überblick.
Katrin Eder ist 49 Jahre alt und lebt mit ihrer Familie in ihrer Geburtsstadt Mainz. Ihr Partner und Vater ihrer Zwillingssöhne, Tupac Orellana, ist ebenfalls politisch aktiv. Er ist Co-Fraktionsvorsitzender der Partei Die Linke im Mainzer Stadtrat.
1996 machte Eder ihr Abitur, studierte dann bis 2003 Politikwissenschaften, Soziologie und Öffentliches Recht an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. 1996 trat die damals Neunzehnjährige den Grünen bei. Dazu motiviert habe sie das sinkende Angebot an Räumen für Jugendliche, berichtet sie der ARD. „Es wurde so wenig Wert gelegt auf die Meinung von jungen Leuten, und das hat mich in den 90er-Jahren politisiert.“
Von 1999 bis 2011 war Eder zudem Mitglied im Mainzer Stadtrat. Nach dem Studium arbeitete Eder bis 2007 als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Bundestagsabgeordneten Ulrike Höfken (Grüne). Anschließend arbeitete Eder bis 2011 bei der TBS gGmbH Rheinland-Pfalz, die Gewerkschaften und betriebliche Interessenvertretungen berät.
2011 wurde Eder zur Dezernentin für Umwelt, Grün, Energie und Verkehr der Stadtverwaltung Mainz, ein Amt, das sie zehn Jahre innehatte. Sie war an einer Umweltzone in der Mainzer Innenstadt – mitsamt Tempo 30 – beteiligt. In ihre Amtszeit fielen die Eröffnung eines Fahrradparkhauses und einer neuen Straßenbahnlinie. Bei Autofahrern stieß Eder immer wieder auf Kritik.
2021 wurde Eder im Kabinett von Malu Dreyer zur Staatssekretärin im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität des Landes Rheinland-Pfalz. Als die damalige Ministerin dieses Ressorts, Anne Spiegel, im Dezember 2021 zur Bundesfamilienministerin aufstieg, wurde Eder ihre Nachfolgerin. Mit diesem Amt übernahm sie auch die Rolle als stellvertretendes Mitglied des Bundesrats.
