Braunschweiger Baustelle
Hagenmarkt-Umbau: Bauarbeiter greifen zu einem Trick
11.07.2026 – 15:18 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Tiefbauarbeiten am Hagenmarkt sind weitgehend abgeschlossen, jetzt beginnt eine neue Phase. Verzögerungen zwingen die Stadt zu einem ungewöhnlichen Kniff.
Am Hagenmarkt in Braunschweig haben die Pflasterarbeiten begonnen. Der Umbau des zentralen Stadtplatzes tritt damit in seine sichtbare Phase – das teilte die Stadtverwaltung jüngst mit.
Unter dem Platz ist die Arbeit weitgehend getan. Abwasserkanäle, Stromleitungen und Datenleitungen wurden komplett erneuert, koordiniert von der Stadt gemeinsam mit der Stadtentwässerung Braunschweig, BS Netz und mehreren Telekommunikationsunternehmen. Oberirdisch starten die Pflasterarbeiten im südlichen Bereich vor den Hausfassaden und rücken schrittweise zur Platzmitte vor.
Stadtbaurat Gerold Leppa informierte die Geschäftsbetreiberinnen und -betreiber am Hagenmarkt persönlich über den Stand der Dinge. Dabei erläuterte er auch, wie die Stadt aufgelaufene Verzögerungen aufholen will: Noch ausstehende Kanalarbeiten an der Hagenbrücke sowie Hausanschlüsse sollen nun unterirdisch im sogenannten Liner-Verfahren verlegt werden – schneller als jede offene Baugrube.
Nötig wurde das, weil eine lange Winterpause und zahlreiche archäologische Funde den Zeitplan durcheinanderbrachten. Letztere machten gesetzlich vorgeschriebene Untersuchungen und Dokumentationen vor Ort unumgänglich.
Einige Bereiche sind bald wieder befahrbar
Für Autofahrerinnen und Autofahrer zeichnet sich Entspannung ab. Im September solle die Ost-West-Verbindung im Norden des Platzes auf die Südseite der Stadtbahntrasse verlegt werden, so die Planung. Ebenfalls für September sei die Befahrbarkeit des Bohlwegs aus Richtung Wendenstraße wieder vorgesehen. Auch die Radwege am Platz und in der Wendenstraße sollen dann fertig sein. Nördlich der Stadtbahntrasse blieben noch zwei Baufelder aktiv – voraussichtlich bis November.
Rund um den Heinrichsbrunnen sind vier der fünf geplanten Pflanzgruben bereits ausgehoben, mit Leitungen versehen und mit Substrat gefüllt. Mehr als 80 Bäume und Sträucher verschiedener klimaresistenter Arten sollen dort im Spätjahr 2026 eingepflanzt werden. Die Sperrungen im Umfeld des Hagenmarkts sollen laut Verwaltung im Spätsommer weitgehend enden.
