Prostata wächst im Alter
Welche Prostataprobleme auftreten und wie Männer mit ihnen umgehen
Aktualisiert am 14.02.2026 – 07:45 UhrLesedauer: 4 Min.
Viele Männer haben Sorge, dass sie im Alter Prostataprobleme bekommen. Warum Ängste oft unbegründet sind und was Männer unternehmen können.
Ab etwa 45 Jahren beginnt die Prostata zu wachsen – bei jedem Mann. Dies ist ein natürlicher Vorgang. Verhindern kann man das nicht. Doch nicht immer macht das Organ Männern Probleme. Bei welchen Symptomen ein Arztbesuch ratsam ist und was Männern dann hilft, erfahren Sie im Folgenden.
Mit dem Alter wird die Prostata größer. Meist treten ab dem 50. Lebensjahr die typischen Beschwerden einer gutartig vergrößerten Prostata auf. Die Symptome können lästig sein, sind in den meisten Fällen aber harmlos. Der medizinische Fachausdruck lautet „Benignes Prostatasyndrom“, kurz BPS. Die gutartige Zunahme von Prostatagewebe wird auch als benigne Prostatahyperplasie, kurz BPH, bezeichnet.
Die Prostata liegt direkt unterhalb der Blase und umschließt einen Teil der Harnröhre. Drückt das vergrößerte Organ auf die Blase und die Harnröhre, können sich verschiedene Symptome zeigen. Laut der Deutschen Gesellschaft für Urologie e. V. (DGU) hat nahezu jeder zweite Mann über 50 Probleme. Typische Symptome einer gutartig vergrößerten Prostata sind:
Zwischen der Größe der Prostata und der Stärke der Beschwerden besteht nicht immer ein direkter Zusammenhang. Es gibt Männer, die trotz starker Vergrößerung kaum Beschwerden haben, und Männer, bei denen die Beschwerden trotz geringer Vergrößerung intensiv sind.
Bereitet die Prostata Männern Probleme, sollten sie eine urologische Praxis aufsuchen. Auch wenn dieser Schritt vielen Männern schwerfällt: Prostataprobleme sollten kein Tabu sein. Sie können meist gut behandelt werden. Die Therapie der Beschwerden ist wichtig: Bleiben die Symptome zu lange unbehandelt, kann es zu Schädigungen der Harnblase und der Nieren, zu Harnwegsinfekten, Entzündungen der Prostata oder akutem Harnverhalt kommen, warnt die DGU.
Außerdem ist die ärztliche Kontrolle bedeutsam, um Erkrankungen des Organs auszuschließen beziehungsweise diese frühzeitig zu erkennen, etwa eine Prostataentzündung (Prostatitis), einen Harnwegsinfekt oder Prostatakrebs (Prostatakarzinom). Auch die Untersuchungen zur Prostatakrebsfrüherkennung tragen dazu bei, eine bösartige Veränderung frühzeitig festzustellen.
Die Art der Behandlung ist abhängig von der Schwere der Symptome und dem Risiko für Komplikationen aufgrund des vergrößerten Organs sowie der individuellen Entscheidung des Mannes. Bei leichten Beschwerden und ohne Komplikationen reichen meist regelmäßige Kontrolluntersuchungen und Anpassungen im Alltag, etwa Toilettentraining, aus.
