Angst ist unbegründet
Was Männer beim Urologen erwartet
Aktualisiert am 27.02.2026 – 07:43 UhrLesedauer: 3 Min.
Viele Männer zögern den Besuch beim Urologen hinaus. Nicht nur die Sorge, dass der Arzt etwas findet, schwingt dabei mit.
Urologen sind Ärzte, die sich auf das Fachgebiet der Urologie spezialisiert haben. Häufig sind sie auch Experten für Männergesundheit (Andrologie). Sie beschäftigen sich mit der Diagnose und der Therapie von Erkrankungen der männlichen Geschlechtsorgane, zu denen auch die Prostata zählt, und der Harnorgane (wie Nieren, Harnleiter, Harnblase und Harnröhre).
Im Zuge der Anamnese erkundigt sich der Urologe nicht nur nach dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten, sondern fragt auch nach Vorerkrankungen, familiären Belastungen, früheren Operationen sowie aktuellen Beschwerden, etwa Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Harnverlust, Harnwegsinfektionen oder Erektionsproblemen.
Urologen sind nicht nur für die Krebsfrüherkennung zuständig. Sie klären immer auch ab, ob möglicherweise andere Erkrankungen vorliegen.
Nach dem ersten Gespräch folgt die körperliche Untersuchung. Dazu gehört in der Regel auch, dass Blutdruck und Puls gemessen werden. In manchen Fällen wird das Körpergewicht bestimmt. Dann tastet der Arzt Bauch, Leisten, Penis und Hodensack ab, um mögliche Veränderungen festzustellen. Der Patient liegt dabei meist auf einer Liege.
Für die rektale Tastuntersuchung dreht sich der Patient auf die Seite und winkelt die Beine an, so kann die Muskulatur gut entspannen. Der Urologe nimmt die Untersuchung mit Handschuhen vor und trägt dazu etwas Gleitgel auf den Zeigefinger auf. Dann führt er den Finger vorsichtig in den After, um über den Enddarm die Prostata abtasten zu können.
Auffälligkeiten in Größe, Beschaffenheit und Form geben unter anderem Hinweise auf eine gutartige Prostatavergrößerung, eine mögliche Entzündung oder einen Tumor. Auch wenn die Untersuchung vielen Männern unangenehm ist, schmerzt sie doch in der Regel nicht und ist meist in weniger als einer Minute überstanden.
Die Tastuntersuchung steht jedem Mann ab dem 45. Lebensjahr jährlich zu. Bei Männern mit familiärer Vorbelastung wird sie bereits ab 40 Jahren empfohlen. Die Kosten übernehmen die Krankenkassen.











