Schließlich gehört das zu ihrem Grundversorgungsauftrag. Die Neuausrichtung bietet die Chance, alte, verkrustete Strukturen abzustreifen und neue Zuständigkeiten und schnellere Entscheidungswege zu schaffen. Zyniker würden sagen: Viel schlimmer kann es ohnehin nicht werden – also steht einer besseren Zukunft nur der oft bräsig wirkende Rundfunkapparat selbst im Weg.
Eine Zukunft im Übrigen, die von den Verantwortlichen richtigerweise nicht nur im klassischen Fernsehen verortet wird – auch wenn dort nach wie vor und besonders in Breaking-News-Situationen Millionenreichweiten gemacht werden. Beide Medienhäuser sind überzeugt, dass „die digitale Mediennutzung die Zukunft bestimmt“, heißt es zur Neuausrichtung. Wenn die Beitragszahler künftig mit ihren Smart-TVs die Mediatheken von ARD und ZDF aufrufen, weil gerade ein Anschlagsszenario die Welt in Atem hält, sollte dort schnellstmöglich ein News-Angebot zu finden sein. Ganz egal, aus welcher Redaktion, welcher Anstalt oder von welchem Sender dies am Ende kommt.
