Angriff auf dm und Rossmann
Drogerie-Riese baut Sortiment um: Das ändert sich für Kunden
25.06.2026 – 18:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Müller greift dm und Rossmann an: Die Drogeriekette baut ihr Angebot an Eigenmarken aus und trennt sich von Führungskräften. Was steckt hinter der überraschenden Neuausrichtung? Und wie profitieren die Kunden davon?
Die Drogeriekette Müller stellt ihre Eigenmarkenstrategie neu auf und trennt sich dabei auch von langjährigen Führungskräften. Künftig sollen deutlich mehr Drogerieprodukte unter eigener Marke angeboten werden. Damit will Müller im Wettbewerb mit dm und Rossmann aufholen, die mit ihren Eigenmarken deutlich breiter aufgestellt sind. Das berichtet die „Lebensmittel Zeitung“.
Müller hinkt hinterher
Derzeit führt das Unternehmen rund 1.000 Eigenmarkenartikel online, davon nur 140 im Drogerie-Segment. Die Konkurrenten dm und Rossmann bieten ihren Kunden eine deutlich größere Auswahl und setzen seit Jahren auf eine starke Eigenmarkenstrategie. Besonders im Drogeriebereich hat Müller Nachholbedarf. Die Neuausrichtung soll das Sortiment erweitern und die Wettbewerbsfähigkeit stärken.
Müller erklärt, man wolle sich stärker an den Bedürfnissen der Kunden orientieren. Welche neuen Produkte in die Regale kommen, hat das Unternehmen bislang nicht bekannt gegeben. Die Umstellung könnte jedoch für Verbraucher nicht nur mehr Auswahl bedeuten.
Was bedeutet das für Kunden?
Eigenmarken gelten für viele Verbraucher als preiswerte Alternative zu Markenprodukten. Sollte Müller sein Sortiment im Drogeriebereich erweitern, könnten Verbraucher bald von mehr Auswahl und günstigeren Preisen profitieren – ein Bereich, in dem die Wettbewerber dm und Rossmann bereits stark aufgestellt sind.
Überraschende Führungswechsel
Die Umstrukturierung geht mit einem bemerkenswerten Personalwechsel einher. Volker Quantz, der seit 17 Jahren die Eigenmarken bei Müller verantwortete, verlässt das Unternehmen. Müller begründet den Abschied mit unterschiedlichen Auffassungen über die künftige strategische Ausrichtung. Auch Controlling-Chef Rainer Brendle hat das Unternehmen verlassen. Seine Position wird vorläufig intern neu besetzt.
Mit der Neuausrichtung und den personellen Veränderungen steht Müller vor einer wichtigen Phase. Die Drogeriekette muss zeigen, dass sie im Wettbewerb mit dm und Rossmann Boden gutmachen kann. Und dass die strategischen Veränderungen nicht nur intern im Organigramm sichtbar werden, sondern auch im Warenkorb der Kunden.
