Frag t-online
Dieser Fall zeigt, warum der Kontowechsel Sinn ergibt
25.02.2026 – 07:45 UhrLesedauer: 2 Min.

Jeden Tag beantwortet ein Experte aus der t-online-Ratgeberredaktion eine Leserfrage rund ums Geld. Heute geht es um die Zinsen bei einer Kontoüberziehung.
Das stößt einem t-online-Leser sauer auf, vor allem weil bei einer Kontoüberziehung teils horrende Zinsen verlangt werden. „Warum dürfen Banken und Sparkassen 18 Prozent Zinsen für die Kontoüberziehung verlangen, während man für das Guthaben nichts bekommt, sondern noch Kontogebühren bezahlen muss?“, fragt er empört.
Banken und Sparkassen legen die Höhe der sogenannten Dispozinsen, also die Zinsen, die bei Kontoüberziehung anfallen, selbst fest. Es gibt keine Aufsichtsbehörde, die bestimmt, wie hoch oder niedrig sie ausfallen dürfen. Das bedeutet auch, dass die Höhe der Dispozinsen von Bank zu Bank unterschiedlich sein kann. Ende 2025 berechnete das Vergleichsportal Verivox, dass Kunden in Deutschland im Schnitt 11,31 Prozent für den Dispokredit zahlen müssen. Bei vielen Banken steigt der Dispozins noch einmal, wenn man den Überziehungsrahmen sprengt.
Besonders hohe Dispozinsen verlangen in der Regel auch Sparkassen und Volksbanken, stellte die Verivox-Analyse fest.
Wenn Sie regelmäßig auf Ihrem Konto ins Minus rutschen und sehr hohe Dispozinsen zahlen müssen, dann kann sich ein Kontowechsel lohnen. Vergleichsportale wie Verivox, Finanztip oder Check24 ermöglichen einen Überblick über Banken je nach Höhe der Dispozinsen.
Es gibt auch immer wieder kritische Stimmen, die eine gesetzliche Grenze für Dispozinsen fordern. Bisher hat man in Deutschland aber eher auf Wettbewerb und transparente Berichtspflichten gesetzt, die es Kunden grundsätzlich ermöglichen, verschiedene Konditionen zu vergleichen.
Der Vergleich lohnt sich auch aus anderen Gründen: Es gibt nämlich Banken, die keine Kontoführungsgebühren verlangen. Dazu gehören unter anderem die Norisbank, die DKB, Santander, ING oder comdirect. Sie alle bieten kostenlose Girokonten an.










