ARD-Krimi

„Tatort“ am Sonntag: Wie wertvoll ist die Erinnerung?


08.09.2026 – 11:26 UhrLesedauer: 2 Min.

Maria Furtwängler ermittelt als Charlotte Holm für den „Tatort“ im Demenz-Dorf (Quelle: IMAGO/Peter Hartenfelser/imago)

Der Sonntagabend ist für viele Menschen in Deutschland verplant – für den ARD-Krimi. Die „Tatort“-Folge diesen Sonntag führt nach Hannover.

Sonntag, 20.15 Uhr – dieser Termin ist seit Jahrzehnten gesetzt: Dann beginnt im Ersten entweder der „Tatort“ oder ein neuer „Polizeiruf 110“. Seit 1970 verfolgen Millionen Menschen regelmäßig neue Kriminalfälle aus deutschen, österreichischen und Schweizer Städten. Verschiedene Ermittlerteams klären in 90 Minuten Mordfälle auf: ein deutsches Erfolgsrezept.

Diese Kommissarin ermittelt in „König in Gelb“

Sonntag, 13. September 2026, um 20.15 Uhr zeigt die ARD den „Tatort“ aus Hannover. Die Krimialhauptkommissarin Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) ermittelt im neuen Fall mit dem Titel „König in Gelb“.

Darum geht es im „Tatort“ aus Hannover

Charlotte Lindholm ist es gewohnt, alleine zu ermitteln. Als sie für einen neuen Fall in ein Pflegeheim mit Demenz-Schwerpunkt gerufen wird, erscheint zunächst nicht viel Ermittlungsarbeit anzuliegen. Eine alte Frau und Bewohnerin des Demenz-Dorfes ist gestürzt und an den Verletzungen verstorben.

Aber Lindholm bekommt schnell ein ungutes Gefühl bei der Einrichtung. Und dann taucht Cold-Case-Ermittler Matthias Vogel auf und erzählt ihr, dass ein berüchtigter Serienmörder ebenfalls Bewohner der Einrichtung sei. Doch wie vertrauenswürdig ist Vogel, der keine stichhaltigen Beweise liefert und selbst ein Geheimnis hütet?

Kommende „Tatort“ und „Polizeiruf 110“-Termine im Überblick

Die kommenden Sendetermine sind wie folgt geplant:

  • „Tatort“ aus Köln (2026): „Die letzten Menschen von Köln“ – Sonntag, 20. September, um 20.25 Uhr
  • „Tatort“ aus Ludwigshafen (2026): „Explosive Mischung“ – Sonntag, 4. Oktober, um 20.15 Uhr

Während der „Tatort“ 1970 in der Bundesrepublik als Antwort der ARD auf die erfolgreiche ZDF-Serie „Der Kommissar“ ins Leben gerufen wurde, ist der „Polizeiruf 110“ ein Konzept aus der ehemaligen DDR. Nach der Wiedervereinigung führten die ARD-Anstalten das Format weiter. Dennoch ist der „Polizeiruf“ deutlich seltener zu sehen als sein Pendant.

Gespielt wird dabei nicht immer nur am Sonntag: Auch an Feiertagen wie Neujahr, Ostermontag oder dem zweiten Weihnachtstag sendet die ARD neue Folgen. In der Sommerpause hingegen – meist zwischen Ende Juni und Ende August – werden Wiederholungen gezeigt.

„Tatort“ versus „Polizeiruf 110“: ein ungleiches Duell

Von rund 40 Erstausstrahlungen bei den Sonntagskrimis, die Das Erste pro Jahr zeigt, sind in der Regel sieben bis zehn Folgen aus dem „Polizeiruf 110“-Kosmos. Das Ungleichgewicht liegt auf der Hand: Während es insgesamt 22 aktive Teams beim „Tatort“ gibt, schicken beim „Polizeiruf 110“ lediglich fünf Städte ihre Kommissare ins Rennen.

Die beiden Krimiklassiker der ARD haben sich trotz wachsender Konkurrenz, Mediatheken, Streamingdiensten und veränderter Sehgewohnheiten etabliert. Keine andere fiktive TV-Marke verfügt über eine solche Strahlkraft. Reichweiten unter sechs Millionen Zuschauern sind die Ausnahme, „Tatort“-Teams wie das Münster-Duo brechen nahezu alljährlich Quotenrekorde.

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