Heute ist das Insidertreffen längst zu einem großen Medienspektakel geworden, vieles hat sich seither geändert: Es gibt mehr Frauen bei den Panels und auf den Teilnehmerlisten finden sich deutlich mehr Länder aus Asien und Südamerika.
Das Treffen findet mittlerweile im pompösen Hotel Bayerischer Hof statt. Die Wahl fiel auf das Hotel, so heißt es in der „SZ“, weil es zentral liegt und eine ausgezeichnete Bar vorweisen kann – ein Umstand, der heute genauso aktuell ist wie vor 50 Jahren. Ischinger schrieb 2014: „Wo sonst findet man einen Haufen EU-Minister in einer kleinen Ecke des rustikalen Palais Keller, die über ein Bier miteinander zanken oder einen Regierungschef, der sich heimlich eine Lederhose kauft?“
Ob der damalige innere Kreis damit rechnete, dass sich ihr Familientreffen zu den „Oscars der Sicherheit“, wie sie ein US-Botschafter mal nannte, entwickeln würden? Das ist heute schwer zu sagen. Die familiäre Atmosphäre soll sie sich jedoch, trotz wachsender Teilnehmerzahl und Krisen, beibehalten haben.
