KVB-Bahnen, Drogenzentrum, Schülerticket

Darüber entscheidet der Kölner Rat in dieser Woche


03.02.2026 – 14:18 UhrLesedauer: 3 Min.

Eine Stadtbahn der Kölner Verkehrs-Betriebe (Archivbild): Für mehr als 350 Millionen Euro wollen die KVB neue Bahnen auf den Linien 1, 7 und 9 anschaffen. (Quelle: via www.imago-images.de)

Der Kölner Stadtrat tritt am Donnerstag erstmals im Jahr 2026 zusammen. Dabei stehen kontroverse Entscheidungen auf der Tagesordnung.

Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) ist nicht einmal sechs Monate im Amt, schon türmen sich die schwierigen Entscheidungen in der Kölner Politik. In der ersten Ratssitzung im Jahr 2026 stehen einige polarisierende Entscheidungen an, unter anderem geht es um Millionen für die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) und um das Suchthilfezentrum am Perlengraben. Die wichtigsten Entscheidungen im Überblick.

Mit dem neuen Suchthilfezentrum (SHZ) im Pantaleonsviertel will die Stadt Köln endlich eine Entlastung für den Drogenkonsumraum am Neumarkt schaffen. Doch Anwohner kritisieren das Projekt scharf, sorgen sich um umliegende Schulen, Kitas und Spielplätze. Die Informationsveranstaltungen zum geplanten SHZ mussten wegen des großen Andrangs in größere Räume verlegt werden.

Ob der Antrag im Stadtrat eine Mehrheit bekommt, ist ungewiss. Denn ohne Ratsbündnis braucht Burmester wechselnde Mehrheiten und nicht alle Einzelheiten des Perlengraben-Plans begeistern alle Parteien im Rat. Die Kölner CDU, die zuletzt Kritik am Vorgehen der Stadt geäußert hatte, fordert in einem Strategiepapier am Dienstag eine konsequente Suchthilfestrategie. In diese schließt sie allerdings den Standort am Perlengraben explizit mit ein.

Klar ist aber auch: Die Lage am Neumarkt ist nicht zufriedenstellend, eine Alternative ist dringend notwendig. Und laut Verwaltungsangaben ist der Standort am Perlengraben der einzige, der aufgrund diverser Kriterien infrage kommt.

Die Bahnen sollen dabei auf den Linien 1, 7 und 9 entlang der Kölner Ost-West-Achse zum Einsatz kommen. Eine Verlängerung der oberirdischen Bahnsteige ist bereits jetzt Teil des ÖPNV-Bedarfsplans der NRW-Landesregierung. Innenstädtisch hatte die Kölner Politik den Ausbau eines unterirdischen Tunnels beschlossen. Hierbei muss allerdings noch die Fördermöglichkeit durch Landesmittel abschließend geklärt werden.

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