Gian van Veen, der die vorherige Premier-League-Nacht krankheitsbedingt verpasst hatte, wollte im letzten Viertelfinalspiel wichtige Punkte um die Playoff-Plätze sammeln. Sein Gegner war der Waliser Gerwyn Price. Der ließ van Veen jedoch keinerlei Chancen und gewann die ersten 5 Legs in Folge. Mit einem High-Finish von 113 zum 5:1 sendete der Niederländer ein kleines Lebenszeichen. Als Price dann jedoch die Möglichkeit hatte, das Spiel für sich zu entscheiden, legte van Veen seine Darts schon weg, bevor der Matchdart überhaupt im Board steckte.

Auf den emotionalen Sieg im Viertelfinale sollte für Josh Rock ein Halbfinale gegen Michael van Gerwen folgen. Auch dieses Spiel begann der Nordire mit einer perfekten 180er-Aufnahme und gewann das erste Leg. Danach spielte er jedoch mehr gegen sich selbst als gegen van Gerwen.

Immer wieder scheiterte er an den Doppelfeldern, sodass van Gerwen trotz eines deutlich schlechteren Averages mit 3:1 in Führung gehen konnte. Auch der Anschluss zum 2:4 wenige Minuten später brachte Rock letztlich nicht mehr auf die Siegerstraße. Die Trefferquote von 18 Prozent auf die Doppel kostete ihn den Sieg und van Gerwen zog nach einem 6:3 ins Finale ein.

In der Neuauflage des Halbfinals der Vorwoche, in dem Luke Littler einen 1:5-Rückstand noch in ein 6:5 gedreht hatte, wollte sich Price diesmal revanchieren. Zu Beginn war es noch ein offener Schlagabtausch auf Augenhöhe. In den ersten sieben Legs gewann immer der Spieler, der den ersten Dart im jeweiligen Leg warf. Ein spektakuläres Finish bei 154 Rest von Price schien dann sogar das Momentum in Richtung „Ice Man“ zu schwingen. Doch in den Schlussminuten konnte Littler dann das Match wieder auf seine Seite ziehen und mit 6:4 gewinnen.

Im Finale traf also die Nummer vier der Welt, Michael van Gerwen, auf die Nummer eins der Welt, Luke Littler. Von Beginn an spielten beide einen hohen Average, jedoch konnte Littler zu Beginn mehr Momente für sich nutzen. Erst beim 0:3-Rückstand sendete van Gerwen ein Lebenszeichen. „Mighty Mike“ checkte die 124 über das „Bull’s Eye“ und glänzte auch in den Legs danach, egalisierte Littlers Führung – 3:3.

Auch das siebte Leg des Matches war umkämpft, mit dem besseren Ende für Littler. Nun begann die „Littler Show“: Gleich zweimal innerhalb von drei Legs konnte Luke Littler das größte Finish im Darts, die 170, den sogenannten „Big Fish“, zum Gewinn eines Legs checken. Erst zum 5:3 und dann zum 6:4, das auch gleichzeitig den Sieg bedeutete. Littler brachte die Halle zum Toben und feierte sich selbst mit seiner typischen „Angler-Geste“.

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