Vier Krankheiten besonders häufig

Woran Menschen in Deutschland vorzeitig sterben


17.03.2026 – 10:40 UhrLesedauer: 2 Min.

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Frühe Vorsorge senkt das Risiko: Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland die häufigste Todesursache. (Quelle: PeopleImages/getty-images-bilder)

Viele Menschen sterben verfrüht – oft noch vor dem 70. Lebensjahr. Laut Daten des RKI spielen dabei vor allem vier Krankheitsgruppen eine entscheidende Rolle.

Weltweit sterben jedes Jahr rund 18 Millionen Menschen vorzeitig an sogenannten nichtübertragbaren Krankheiten (Englisch: noncommunicable diseases, kurz NCD). Dazu zählen Erkrankungen, die nicht durch Infektionen entstehen, sondern meist mit Lebensstil, Umwelt und genetischen Faktoren zusammenhängen.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO entfallen rund 80 Prozent dieser Todesfälle auf vier große Krankheitsgruppen: Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Erkrankungen der Atemwege.

Auch in Deutschland treten diese Krankheiten häufig auf. Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) zeigen: Im Jahr 2023 starben 129.321 Menschen im Alter zwischen 30 und 69 Jahren an einer dieser vier Krankheitsgruppen. Damit geht mehr als jeder zehnte Todesfall insgesamt in Deutschland auf ein vorzeitiges Sterben in dieser Altersgruppe zurück.

Die Sterberate lag bei 260 Todesfällen pro 100.000 Menschen. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern:

Neben genetischen Faktoren gelten vor allem Lebensstil und Umweltbedingungen als wichtige Ursachen für diese Krankheiten. Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen Rauchen, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung sowie Luftverschmutzung.

Die Daten zeigen auch deutliche Unterschiede innerhalb Deutschlands. Besonders hoch ist die Sterberate demnach in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen. Die niedrigsten Werte finden sich dagegen in Baden-Württemberg, Bayern und Hamburg.

Auch die soziale Lage spielt laut RKI eine wichtige Rolle: In Regionen mit hoher sozialer Benachteiligung lag die Sterberate mit 313 Todesfällen pro 100.000 Menschen rund 42 Prozent höher als in Regionen mit niedriger sozialer Belastung.

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