Berater verrät
Daran scheiterte eine Nagelsmann-Rückkehr zum FC Bayern
24.02.2026 – 20:30 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach der Entlassung von Thomas Tuchel wollte der FC Bayern offenbar Julian Nagelsmann zurückholen. Sein Berater verrät, warum es dazu nicht kam.
Im Frühjahr 2024 gab der FC Bayern München bekannt, dass er die Zusammenarbeit mit Trainer Thomas Tuchel nach der Saison beenden werde. Nach nicht einmal zwei Saisons war das Kapitel Tuchel in München damit beendet. Beim deutschen Rekordmeister folgte eine lang andauernde Suche nach einem Nachfolger, die am Ende in der Anstellung von Vincent Kompany endete, dem Klub zuvor aber auch einige Absagen einbrachte.
Einer der Trainer, der offenbar nicht in München anheuern wollte: Julian Nagelsmann. Die Bayern hatten Nagelsmann erst im März 2023 recht überraschend entlassen, um Tuchel zu verpflichten. Im September 2023 hatte Nagelsmann dann als Trainer der deutschen Nationalmannschaft übernommen.
Nach Angaben seines Beraters Volker Struth bemühten sich die Bayern nach der Tuchel-Entlassung aber wohl um eine Rückkehr Nagelsmanns. Der „Bild“-Zeitung sagte Struth, dass er geahnt habe, dass die Bayern nochmal bezüglich Nagelsmann anklopfen würden „und so war es auch.“ Bayerns Sportvorstand Max Eberl habe ihn angerufen, daraufhin sei es zu einem Treffen in München gekommen, so Struth. Nagelsmanns selbst sei aber nicht zugegen gewesen.
„Julian war nie dabei, hatte uns auch gebeten, da ganz sensibel mit umzugehen“, erinnerte sich der Berater. Grund dafür sei die anstehende Heim-EM des DFB-Teams im Sommer 2024 gewesen. „Im März gab es Länderspiele in Frankreich und gegen Holland, die optimal liefen. Die Stimmung vor der Heim-EM nahm langsam richtig Fahrt auf. Dass man überhaupt Gespräche führt, hätte schon eine Gefahr für die EM werden können“, sagte Struth. „Das war am Ende auch ein entscheidender Grund, warum Julian das nicht gemacht hat“, berichtete er von Nagelsmanns Beweggründen.
Auch Nagelsmanns plötzliche Entlassung im Vorjahr habe aber eine Rolle gespielt: „Zumal der Stachel auch noch ein bisschen tief saß“, so Struth. Dabei half Struth zufolge auch der Einsatz von Bayern-Patron Uli Hoeneß nicht. „Er rief mich an und sagte, dass die Trennung von Julian nicht bayern-like gelaufen sei und er es begrüßen würde, wenn Julian wieder Trainer wird“, so der Berater. Nagelsmann entschied sich stattdessen für eine Vertragsverlängerung beim DFB. Dort ist er noch heute tätig und besitzt einen laufenden Vertrag bis Sommer 2028.










