Island verpasst Sensation bei Handball-EM

Dänemark trifft im Finale auf Deutschland


Aktualisiert am 31.01.2026 – 10:42 UhrLesedauer: 2 Min.

Jóhan á Plógv Hansen: Er konnte jubeln und steht mit Dänemark im Finale. (Quelle: IMAGO/Maximilian Koch/imago)

Deutschland war am frühen Abend ins EM-Finale eingezogen. Etwas später wurde auch klar, gegen wen es am Sonntag geht.

Deutschlands Handballer greifen nach EM-Gold. Und nur noch ein Gegner steht diesem Vorhaben im Weg: Gastgeber Dänemark. Die Dänen gewannen am Freitagabend das zweite Halbfinale gegen ein tapfer kämpfendes Island mit 31:28 (14:13) . Deutschland und Dänemark treffen damit am Sonntag um 18 Uhr (im Liveticker bei t-online) im großen Finale aufeinander.

Deutschland und Dänemark waren bereits in der Hauptrunde aufeinandergetroffen, dabei ging der Sieg mit 31:26 (13:12) an die Dänen. Rechtsaußen Lukas Zerbe hatte aber schon nach dem deutschen Sieg gegen Vizeweltmeister Kroatien im ersten Halbfinale (31:28) gesagt: „Keiner ist unschlagbar – auch Dänemark nicht.“

Gegen Island hatte der amtierende Weltmeister viel Mühe. Nach einem schnellen 3:6-Rückstand ging Dänemark beim 9:8 (19.) erstmals in Führung.

Doch es blieb bis weit in die zweite Hälfte spannend, ehe die Dänen aus einem 18:19 ein 23:20 machten (47.) und die Führung nicht mehr abgaben. Bester Werfer der Gastgeber war Welthandballer Mathias Gidsel von den Füchsen Berlin mit sieben Treffern.

Die deutsche Bilanz gegen das Star-Ensemble um Emil Nielsen und Simon Pytlick verdeutlicht allerdings die krasse Außenseiterrolle der deutschen Riege. Seit der EM 2016 warten Andreas Wolff und Co. auf einen Pflichtspiel-Sieg gegen die Handball-Übermacht. Teilweise gab es heftige Klatschen. Etwa beim 26:39 im Olympia-Finale 2024 in Frankreich. Oder beim 30:40 im WM-Duell vor einem Jahr.

Mut machen dürfte Deutschland, dass Dänemark im Turnier bereits eine Niederlage gegen Portugal hinnehmen musste. Auch der Auftritt im Halbfinale war alles andere als perfekt – die Isländer hielten die Partie bis in die Schlussphase offen und kämpfen am Sonntag gegen Kroatien um ihre erste EM-Medaille seit 2010.

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