Schauspieler regt sich auf

Ralf Möller: „Die Wehrpflicht abzuschaffen, war Unsinn“


09.03.2026 – 09:31 UhrLesedauer: 2 Min.

Ralf Moeller: Der Schauspieler hat zwei Töchter und einen Sohn. (Quelle: IMAGO/Robert Schmiegelt)

Das Thema Wehrpflicht wird in Deutschland heiß diskutiert. Auch Ralf Möller hat dazu eine klare Meinung.

Im Juli 2011 wurde die allgemeine Wehrpflicht in Deutschland ausgesetzt. Seit Anfang des Jahres wird jedoch ein neuer Wehrdienst etabliert. Demnach ist der Dienst freiwillig. Finden sich jedoch nicht genügend Freiwillige, steht eine Reaktivierung der Wehrpflicht im Raum. Ralf Möller teilt im Gespräch mit „tikonline.de“ seine Meinung dazu.

„Die Bundeswehr abzuschaffen, war auch nonsense“, so der Schauspieler. Er selbst habe fünfzehn Monate lang gedient und es habe „Immer geholfen“. „Mal sein Bett zu machen, mal das Fenster zu säubern, mal rauszugehen, für die anderen einzustehen. Das kann jeder machen in dem Land, in dem er lebt, in dem er ja in Frieden lebt. Da muss man auch was zurückgeben“, erklärt Möller.

Er glaube allerdings nicht, dass sich in Deutschland genug Freiwillige für den Wehrdienst finden werden. „Es wird dann wieder Gesetz werden müssen, dass man zum Bund geht, man sich beim Kreiswehrersatzamt meldet und dann eingezogen wird für neun Monate“, glaubt der 67-Jährige.

Er sieht darin sogar die Chance, zwei Probleme auf einmal zu lösen. Immerhin können Wehrdienstverweigerer wieder zum Zivildienst zurückkehren. „Diejeinige, die nicht machen, können ja dann in die Pflege gehen. Da fehlen ja die Leute“, so Möller. Dann sei es für junge Menschen zwar „nicht mehr so bequem, aber wir müssen auch unbequeme Sachen machen“.

Das Interview wurde am 7. März auf Instagram geteilt. Dort bekommt Ralf Möller reichlich Zuspruch. „Starkes Statement“, „Eine Grundausbildung schadet niemandem“ und „Absolut richtig“, ist in der Kommentarspalte zu lesen. Es finden sich allerdings auch kritische Stimmen. „Nein, es darf niemand zu etwas gezwungen werden“, schreibt ein Kritiker. Ein anderer meint: „Warum sollte man sich stellvertretend für irgendeine Regierung freiwillig mit Leuten die Köpfe einschlagen wollen? Mein eigenes Leben gibt mir dann niemand zurück.“

Offenbar fand das Gespräch mit dem Schauspieler beim Ball der Wirtschaft in diesem Jahr statt. Dieser wurde am 21. Februar 2026 in Berlin veranstaltet.

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