Ärger nach Schiedsrichterentscheidungen
Cyberangriff auf Argentinien – es waren wohl Fans von WM-Gegner
Aktualisiert am 11.07.2026 – 11:22 UhrLesedauer: 1 Min.
Nach dem dramatischen WM-Achtelfinale zwischen Argentinien und Ägypten greift eine Hackergruppe den argentinischen Fußballverband an. Die verschickten Nachrichten enthalten einen schweren Vorwurf.
Eine mutmaßliche ägyptische Hackergruppe hat sich offenbar Zugang zu E-Mail-Konten des argentinischen Fußballverbandes AFA verschafft. Von dort aus wurden Nachrichten an Journalisten verschickt, in denen der Schiedsrichter des WM-Achtelfinales zwischen Argentinien und Ägypten der Korruption bezichtigt wird.
Die argentinische Tageszeitung „Diario Popular“ berichtet, dass von einem AFA-Konto eine Erklärung an Journalisten verschickt worden sei. Darin hieß es: „Argentinien hat nicht gewonnen. Der Sieg wurde durch korrupte Schiedsrichterentscheidungen gestohlen.“ Zudem soll die Gruppe Verbandsdaten in Foren zum Kauf angeboten haben. Darunter befanden sich Mail- und IP-Adressen sowie Passwörter.
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Hintergrund ist das WM-Achtelfinale. Ägypten hatte bis zur 79. Minute mit 2:0 geführt, ehe Argentinien die Partie noch drehte – drei Tore in rund 13 Minuten, maßgeblich durch Lionel Messi. Trainer Hossam Hassan sowie einzelne Spieler und Funktionäre übten danach heftige Kritik am Schiedsrichtergespann um den Franzosen François Letexier.
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Der ägyptische Verband legte offiziell Beschwerde gegen Letexier und seine Assistenten ein. Beobachter hatten dem Gespann angesichts mehrerer strittiger Szenen dennoch eine gute Leistung bescheinigt.
Die AFA bestätigte am Donnerstag, dass ein E-Mail-Versand festgestellt worden sei, den der Verband weder erstellt noch autorisiert habe. Sie rief dazu auf, ungewöhnliche Nachrichten mit Links, Anhängen oder Aufforderungen zur Datenweitergabe zu ignorieren. Die Untersuchungen zu dem Ursprung und dem Ausmaß des Vorfalls laufen.
