Anschlag auf CSD in Berlin

Trauerkundgebung: Bis zu 10.000 Menschen am Brandenburger Tor


Aktualisiert am 26.07.2026 – 15:40 UhrLesedauer: 9 Min.

Menschen trauern und demonstrieren vor dem Brandenburger Tor: Tausende haben sich zum Gedenken auf dem pariser Platz versammelt. (Quelle: Christoph Soeder/dpa)

In der Nähe des Brandenburger Tors ist ein Auto beim CSD in eine Menschenmenge gerast. Es gibt eine Tote und viele Verletzte. Alle Entwicklungen im Liveblog.

Am Samstagabend ist beim Christopher Street Day in Berlin ein Auto in eine Menschenmenge gefahren. Eine Frau starb, 29 Menschen wurden verletzt – mehrere davon lebensbedrohlich. Eine Großfahndung nach einem mutmaßlichen Täter läuft. Die Tat wird mittlerweile als islamistischer Terroranschlag eingestuft.

Die Polizei hat eine Auskunftsstelle für Angehörige unter der Telefonnummer 030/8485-4460 sowie ein Hinweisportal für Fotos und Videos von Zeugen unter be.hinweisportal.de eingerichtet.

Trauerkundgebung: Bis zu 10.000 Menschen am Brandenburger Tor

15.30 Uhr: Die Veranstalter der Trauerkundgebung am Brandenburger Tor teilen mit, dass laut Polizei die Kapazität des Pariser Platzes erreicht sei. Niemand dürfe mehr zur Kundgebung dazukommen. 8.000 bis 10.000 Menschen sind laut Veranstalter bereits dort.

Gedenken am Brandenburger Tor: „Hass ist tödlich“

15.04 Uhr: Hunderte Menschen gedenken am Brandenburger Tor der Opfer des Anschlags. Der FLINTA-Chor D-Dur Dykes* hatte nach dem Anschlag kurzfristig zu der Trauerkundgebung aufgerufen. In einem der Redebeiträge auf einer Bühne heißt es: „Gestern war ein Angriff auf uns alle, auf alle unsere Eventitäten, auf unsere Existenzen, auf unsere Gemeinschaft und unsere Demokratie. Und wir lassen uns davon nicht unterkriegen.“

Vor dem Brandenburger Tor wurde auch eine Schweigeminute abgehalten. Das Gelände ist teils durch Absperrungen gesichert, auch dahinter beteiligen sich viele Menschen an dem Gedenken.

Trauermarsch in Richtung Brandenburger Tor geplant

15 Uhr: Das schwule Anti-Gewalt-Projekt „Maneo“ hat zu einem Trauermarsch aufgerufen. Man wolle ab 17.30 Uhr von der St. Marienkirche in Richtung Brandenburger Tor laufen, hieß es von den Veranstaltern auf Instagram. „Wir trauern um die getötete Frau“, hieß es in dem Beitrag. Der Anschlag habe einer „offenen, vielfältigen Gesellschaft“ gegolten.

Man wolle gemeinsam schweigend zum Brandenburger Tor gehen. „Ein Weg der Trauer, des Gedenkens und der Solidarität“, schrieben die Veranstalter. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten Blumen und Kerzen mitbringen. „Im Mittelpunkt stehen die Opfer“, betonten die Organisatoren.

Wegner: „Hohe Sicherheit beim CSD“

14.59 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat die Sicherheitsmaßnahmen beim CSD als sehr gut verteidigt. „Wir haben beim CSD eine hohe Sicherheit gehabt“, sagte Wegner am Nachmittag in der Nähe des Tatorts des mutmaßlich islamistischen Terroranschlags auf den Berliner CSD. Wegner betonte: „Die Strecke des CSD wurde nicht getroffen. Dort ist der Täter nicht drauf gekommen. Weil die Polizei, die Sicherheitsbehörden, diesen Christopher Street Day abgesichert haben. Aber rund 400 Meter daneben sind immer noch Besucherinnen und Besucher, viele Menschen, die die Veranstaltung verlassen haben oder wieder hingehen wollten.“

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