Auch Vater und Mutter wollen Millionen
Crans-Montana-Opfer verlangen Riesensumme
04.04.2026 – 11:47 UhrLesedauer: 2 Min.
Auf die Betreiber der abgebrannten Bar in Crans-Montana kommen Schadensersatzforderungen in enormer Höhe zu. Jetzt wird bekannt, was allein eine einzige Opferfamilie will.
Nach der Silvester-Katastrophe in Crans-Montana mit 41 Toten zeichnen sich immense Forderungen der Überlebenden an die Betreiber der abgebrannten Bar „Le Constellation“ ab. Experten würden die Gesamtsumme auf teils mehr als einer Milliarde Schweizer Franken schätzen, berichtete die Schweizer Boulevardzeitung „Blick“.
Der Zeitung zufolge verlangt allein eine Familie mit zwei schwer verletzten Familienangehörigen insgesamt 56 Millionen Franken (rund 61 Millionen Euro) Schadensersatz. Die Forderung richtet sich demnach an alle Verantwortlichen. Im Augenblick laufen außer gegen die Barbetreiber auch gegen den Gemeindepräsidenten von Crans-Montana sowie verschiedene aktuelle und ehemalige Beamte Untersuchungen.
Jeweils 25 Millionen Franken sollen die beiden Verletzten selbst bekommen, wie der „Blick“ berichtet – eine 18-Jährige und ihr 25 Jahre alter Bruder, die das Feuer in der Silvesternacht überlebten. Die junge Frau beschrieb in schriftlichen Dokumenten, aus denen der „Blick“ zitiert, wie zu ihrem Tisch Champagnerflaschen mit daran befestigter Pyrotechnik gebracht wurden. Plötzlich habe sie das Feuer an der Decke bemerkt.
Ihr Bruder habe sie in Richtung Treppe geschoben, um aus dem brennenden Untergeschoss nach oben ins Freie zu gelangen. Doch schon am Fuß der Treppe habe das Feuer über ihnen an der Decke gelodert. In der sich stauenden Menschenmenge habe sie sich nicht mehr bewegen können. Dann habe sie gespürt, wie eine Feuerwalze sie überrollte.
Ihr Bruder soll sie die Treppe hinauf geschoben haben. Im Erdgeschoss brach er dem Bericht zufolge bewusstlos zusammen. Wie er schließlich hinausgelangte, ist unklar.
Die 18-Jährige erlitt schwere Verbrennungen an zehn Prozent der Hautoberfläche und musste mehrfach operiert werden. Ihr Bruder erlitt Verbrennungen an 30 Prozent des Körpers und wurde in verschiedenen Krankenhäusern mehrfach operiert.
Nun sei er zu 100 Prozent arbeitsunfähig und auf ständige Reha angewiesen, berichtete der „Blick“. Seine Forderung umfasst demnach physische Schmerzen, psychische Traumata sowie berufliche und persönliche Einbußen.
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