Gesundheitliche Belastung
Studie bestätigt Nebenwirkung der Coronapandemie
Aktualisiert am 20.02.2026 – 15:25 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Coronapandemie war eine Extremsituation. Für viele Menschen hat diese Zeit ihre mentale Gesundheit langanhaltend verändert.
Depression, Angstzustände, Stress: Eine aktuelle Studie mit zehntausenden Teilnehmer hat eine erhöhte psychische Belastung der Menschen in Deutschland während der Coronapandemie bestätigt. Bis 2022 nahmen diese Beschwerden stark zu – besonders bei jüngeren Erwachsenen unter 40 Jahren und bei Frauen. Das teilte die Geschäftsstelle der Nako-Gesundheitsstudie am Freitag in Heidelberg mit.
Die Forscher gehen davon aus, dass die Zunahme der mentalen Belastung durch die Pandemie eine langanhaltende Veränderung war, die auch nach Aufhebung vieler Schutzmaßnahmen anhielt. Für die Analyse wurden fast 80.000 Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer vor der Pandemie, im Frühjahr 2020 und im Herbst 2022 zu ihrer mentalen Gesundheit befragt.
Der Anteil derjenigen mit depressiven Symptomen stieg demnach von 5,9 Prozent vor der Pandemie auf 9,7 Prozent im Herbst 2022, moderate bis schwere Angstsymptome von 3,9 Prozent auf 6,2 Prozent und moderater bis starker Stress im selben Zeitraum von 4,1 Prozent auf 10,2 Prozent. Parallel sank der Anteil derjenigen ohne Symptome, während sich die Gruppe mit allen drei Belastungen – Depression, Angst und Stress – bis zur späten Phase der Pandemie mehr als verdoppelte.
Die Nako-Gesundheitsstudie, die 2014 als größte deutschlandweite Bevölkerungsstudie gestartetwurde, erforscht, wie Lebensstil und Umweltfaktoren das Risiko für häufige Erkrankungen beeinflussen.











