Weltverband will WM-Anteile verkaufen

„Enttäuscht“: Verbände reagieren auf Fifa-Eklat


29.07.2026 – 13:24 UhrLesedauer: 2 Min.

Gianni Infantino: Der Fifa-Boss steht aufgrund seiner Pläne für die WM in der Kritik. (Quelle: IMAGO/Ismael Rosas/imago)

Die Fifa will WM-Anteile verkaufen. Der Aufschrei bei Landes- und Kontinentalverbänden ist groß – vor allem aufgrund eines ganz bestimmten Aspekts.

Die Pläne der Fifa, Anteile der Weltmeisterschaft an Investoren abzutreten, sind weltweit auf Empörung gestoßen. Die Uefa zog bereits deutlich Stellung, betonte, dass eine Grenze überschritten worden sei. Der DFB zeigte sich mit dem europäischen Kontinentalverband solidarisch. Sogar ein WM-Boykott durch die Uefa scheint aktuell im Rahmen des Möglichen.

Kritik rief das Vorhaben der Fifa auch beim englischen Verband hervor, dabei aber vor allem aufgrund der fehlenden Transparenz in der Kommunikation. „Wir hatten keinerlei Kenntnis von diesem Vorschlag und verfügen über keine konkreten Details, darunter auch nicht darüber, worin der Vorschlag tatsächlich besteht und welche Bedingungen damit verbunden sind“, erklärte die FA in einem Statement. Man sei „zutiefst besorgt über das Fehlen eines ordnungsgemäßen Verfahrens und einer angemessenen Entscheidungsfindung, die zu diesem Punkt geführt haben, sowie über den offensichtlichen Inhalt und die damit verbundenen Grundsätze“.

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Concacaf kritisiert „Fehlen eines ordnungsgemäßen Verfahrens“

Auch der nord- und mittelamerikanische sowie karibische Verband Concacaf zeigte sich irritiert. „Wir sind zutiefst besorgt über das Fehlen eines ordnungsgemäßen Verfahrens“, hieß es in einer Stellungnahme beim englischen „Guardian“.

„Als Führungskräfte im Fußball sind wir die Hüter des Sports“, so der Verband in seiner Erklärung, „gemeinsam tragen die Fifa, die Konföderationen und jeder Mitgliedsverband die Verantwortung, stets im besten Interesse des Sports zu handeln.“ Jede Entscheidung müsse von guter Führung, soliden Prozessen und langfristiger Verantwortung geleitet sein, erklärte die Concacaf. Dies sei der Rahmen, innerhalb dessen der Verband agiere. „Wir vertrauen darauf, dass alle innerhalb der Fifa-Familie in gleicher Weise handeln werden.“

Asiatischer Verband reagiert mit Enttäuschung

Der asiatische Verband AFC reagierte ähnlich. Man sei „enttäuscht darüber, dass eine Angelegenheit von solcher Tragweite an die Öffentlichkeit gelangte, bevor der AFC-Familie die Möglichkeit gegeben wurde, diese über die geeigneten und etablierten Governance-Kanäle zu prüfen und zu erörtern.“

Der Verband zeigte sich den Ansätzen der Fifa zwar nicht vollkommen abgeneigt. Aber: „Entscheidungen, die die wirtschaftliche und finanzielle Zukunft des Fußballs neu gestalten könnten, erfordern eine umfassende vorherige Einbindung der Konföderationen, der Mitgliedsverbände und anderer relevanter Interessengruppen, bevor den zuständigen Entscheidungsgremien ein Vorschlag unterbreitet wird“, so der AFC deutlich.

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