Sicherheitsbedenken
„Seid laut für mich“: Collien Fernandes sagt Demo-Auftritt ab
25.03.2026 – 19:44 UhrLesedauer: 2 Min.
Eigentlich wollte Collien Fernandes in Hamburg sprechen. Doch nun sagt sie ihre Teilnahme an der Demo am Rathausmarkt ab – wegen Morddrohungen.
Collien Fernandes wird nicht wie geplant an der Demonstration gegen sexualisierte Gewalt in Hamburg teilnehmen. Die Moderatorin und Schauspielerin begründet das mit konkreten Bedrohungen. „Eigentlich plante ich dort hinzugehen, dort zu sprechen. Mittlerweile gibt es aber ernsthafte Sicherheitsbedenken, aufgrund von Morddrohungen gegen mich“, schrieb Fernandes am Mittwoch bei Instagram.
Die Demo soll am Donnerstag um 17.30 Uhr auf dem Rathausmarkt stattfinden. Nach Angaben der Polizei sind rund 7.500 Teilnehmer angemeldet. Die Kundgebung ist zunächst bis 19 Uhr geplant.
In ihrem Beitrag wendet sich Fernandes direkt an ihre Unterstützer. „Ist das Eure Art, liebe Frauenhasser, damit umzugehen?“, schreibt sie. Und weiter: „Seid bitte laut für mich mit!“
Die aktuellen Drohungen werfen für sie auch eine grundsätzliche Frage auf: „Wie sollen denn Frauen künftig den Mut haben, aufzubegehren, wenn das Eure Antwort ist – man so mundtot gemacht wird?“
Zugleich äußert sich Fernandes erneut zu den bisherigen Ermittlungen. Sie habe bereits im November 2024 Anzeige gegen Unbekannt bei der Berliner Polizei gestellt und Dokumente übermittelt. Danach habe sie jedoch keine weiteren Informationen erhalten.
Erst durch Medienberichte habe sie erfahren, dass das Verfahren nach Itzehoe abgegeben und eingestellt worden sei, schreibt sie.
Collien Fernandes hatte zunächst im „Spiegel“ schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhoben und bestimmte Vorhaltungen eidesstattlich versichert. Anschließend äußerte sie sich auch auf ihrem Instagram-Account. Demzufolge soll Ulmen über Jahre hinweg digital gefälschtes sexuelles Bildmaterial von ihr im Netz verbreitet haben.
Aus ihrer eidesstattlichen Erklärung geht auch hervor, dass er gegenüber hunderten von Männern im Netz ihre Identität angenommen und diesen Männern in ihrem Namen sexuelle Avancen gemacht haben soll. Fernandes sprach unter anderem von „digitaler Vergewaltigung“.
Christian Ulmen selbst schweigt bisher zu den Vorwürfen. Es gilt die Unschuldsvermutung. Schertz nennt die Veröffentlichungen des „Spiegel“ in einer presserechtlichen Information „unwahre Tatsachen aufgrund einseitiger Schilderung“. Weitere Details zu den Vorwürfen lesen Sie hier.










