Rückschlag für Moderatorin
Gericht auf Mallorca fällt Entscheidung im Fall Fernandes
Aktualisiert am 10.06.2026 – 17:56 UhrLesedauer: 1 Min.
Collien Fernandes will, dass das Verfahren gegen Christian Ulmen auf Mallorca bleibt. Die dortige Justiz weist das zurück.
Ein Gericht auf Mallorca hat die Abgabe des Ermittlungsverfahrens in der Sache der Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen an die deutsche Justiz bestätigt. Ein Widerspruch von Fernandes gegen eine gleichlautende frühere gerichtliche Entscheidung sei zurückgewiesen worden, bestätigten die Rechtsanwälte beider Seiten auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.
Fernandes will nach Angaben ihres spanischen Rechtsanwalts Jorge Agüero Lafora weiterhin, dass das Verfahren gegen ihren Ex-Mann bei der Justiz auf Mallorca bleibt und die Ablehnung ihres Widerspruchs von der nächsthöheren Gerichtsinstanz überprüft wird. „Rechtsmittel sind eingelegt“, teilte der Rechtsanwalt auf Anfrage mit. Für Ulmen gilt bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens die Unschuldsvermutung.
Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt
Fernandes hatte Ulmen im Dezember in Palma angezeigt. Das zuständige Gericht hält jedoch die deutsche Justiz für zuständig, da es sich bei Fernandes und Ulmen um deutsche Staatsbürger handelt, Unterlagen in deutscher Sprache verfasst sind und sich die meisten Vorwürfe in Deutschland zugetragen haben sollen.

Fernandes richtet seit einiger Zeit öffentlich Vorwürfe gegen Ulmen, über die zuerst der „Spiegel“ berichtet hatte. Sie wirft ihm neben körperlichen Übergriffen auch vor, Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber pornografische Darstellungen verbreitet zu haben. Ihre Vorwürfe hatten eine breite Debatte über sexualisierte Gewalt und Demonstrationen in mehreren deutschen Städten ausgelöst.
Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt derzeit parallel zu den spanischen Behörden.











