Neue Struktur

Claudia Pechstein wird Eisschnelllauf-Bundestrainerin

19.05.2026 – 10:10 UhrLesedauer: 1 Min.

Voller Einsatz: Claudia Pechstein ist bei der DESG tätig. (Quelle: IMAGO/Andre Weening)

Die 54-Jährige zählt zu den erfolgreichsten Wintersportlerinnen der deutschen Geschichte. Jetzt soll sie ihr Wissen weitergeben.

Die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) hat ihre Trainerstruktur neu geordnet: Claudia Pechstein übernimmt kommissarisch die Bundestrainer-Stelle „Allround“. Die Regelung gilt ab dem 16. Mai und ist bis Ende 2026 befristet.

Pechstein behält ihre bisherige Hauptfunktion als Bundesstützpunkt-Trainerin in Inzell. Wie der Verband mitteilte, ist sie in ihrer neuen Rolle „hauptverantwortlich für die Koordination und fachliche Führung der Bundestrainer sowie der entsprechenden Maßnahmen“.

Auch Andreas Kraus bekommt eine Doppelrolle. Er übernimmt kommissarisch die Bundestrainer-Stelle „Sprint“ – zusätzlich zu seiner bisherigen Tätigkeit als Bundestrainer Nachwuchs. Dort unterstützen ihn künftig die Bundesstützpunkt-Trainer Denny Ihle und Tony Seidenglanz.

Matthias Große: „Beide Trainer genießen unser vollstes Vertrauen“

Eine etwas brisante Konstellation ist, dass DESG-Präsident Matthias Große der Lebensgefährte von Pechstein ist. Große betonte, er sei „sehr zufrieden“ mit der neuen Regelung. „Beide Trainer genießen unser volles Vertrauen. Die Entscheidung gibt dem Verband und dem deutschen Eisschnelllauf Planungssicherheit bis zum Jahresende. Bis dahin haben wir ausreichend Zeit, um einen geordneten Bewerbungsprozess durchzuführen und uns für die Trainer zu entscheiden, die unsere Sportlerinnen und Sportler zu Olympia 2030 führen werden.“

Matthias Große ist der Lebensgefährte von Claudia Pechstein. (Quelle: IMAGO/Matthias Koch)

Nötig wurde die Neuordnung nach den Winterspielen in Mailand. Die bisherigen Amtsinhaber Aart van der Wulp (Sprint/Niederlande) und Alexis Contin (Allround/Frankreich) kehrten danach in ihre Heimatverbände zurück.

Die DESG schrieb die Stellen öffentlich aus – die Bewerbungsfrist endete ursprünglich am 31. Mai.

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