Urteil in Berlin
Abou-Chaker muss Bushido offenbar Millionensumme zahlen
Aktualisiert am 21.01.2026 – 13:26 UhrLesedauer: 1 Min.
Es war einer der spektakulärsten Gerichtsprozesse der vergangenen Jahre in Berlin. Jetzt schuldet Arafat Abou-Chaker laut eines Berichts dem Rapper Bushido eine Millionensumme.
Clan-Chef Arafat Abou-Chaker muss dem Rapper Bushido über eine Million Euro zahlen. Das berichtet die „Bild“ unter Berufung auf eine entsprechende Entscheidung des Berliner Kammergerichts. Die genaue Summe beträgt demnach 1,78 Millionen Euro plus die Gerichtskosten. Am Dienstag habe das Gericht die Berufung Abou-Chakers in dem Prozess gegen den Rap-Musiker zurückgewiesen, so dass die Zahlung fällig wurde, so „Bild“ weiter.
Hintergrund ist der mehrere Jahre andauernde Gerichtsstreit zwischen dem Clan-Chef und dem Rapper. Dabei ging es vor allem um die Frage, ob und inwiefern Abou-Chaker gleichberechtigter Geschäftspartner oder nur Manager von Bushido war.
Abou-Chaker hatte behauptet, es habe eine entsprechende Vereinbarung als Geschäftspartner gegeben. Laut dieser habe er an Bushidos Einnahmen aus Plattenverkäufen und Konzerten beteiligt werden müssen. Im Gegenzug habe er Kontakte in die Musikszene aufbauen und als Beschützer von Bushido agieren sollen.
Das Kammergericht entschied nun offenbar anders. Laut „Bild“ nannten die Richter einen Management-Vertrag zwischen den einstigen Verbündeten sogar „sittenwidrige Knebelung“. Laut dieses Vertrages war Abou-Chaker mit 30 Prozent an den Einnahmen Bushidos beteiligt. Das Abkommen war in den Augen der Richter von Anfang an nichtig, weil Bushido „praktisch seine wirtschaftliche und künstlerische Selbstständigkeit“ verloren habe, so „Bild“ weiter.
Die jetzt fällige Summe setze sich aus Managergehältern zusammen, die Bushido an Abou-Chaker gezahlt hat. Dazu kommen laut des Berichts Zinsen.










