Blutsaugendes Geschöpf aus Südamerika
Chupacabra: Was hat es mit dem Fabelwesen auf sich?
Aktualisiert am 19.08.2023Lesedauer: 4 Min.
Lange Fangzähne, spitze Krallen und eine haarlose Haut: Um den Chupacabra ranken sich viele Geschichten. Doch gibt es das Fabelwesen wirklich? Und was ist dran an den Mythen?
Der Chupacabra ist ein vergleichsweise junges Fabelwesen aus Lateinamerika. Sein Name bedeutet so viel wie „Ziegensauger“ und leitet sich vom Spanischen „chupar“ für „saugen“ und „cabra“ für „Ziege“ ab. Denn die moderne Sage (Urban Legend) besagt, dass das Wesen mit Vorliebe Hühnern und Ziegen das Blut aussaugt. Vor allem Kinder aus Mittel- und Südamerika haben einen gehörigen Respekt vor dem grauenerregenden Geschöpf.
Ein Fabelwesen der 1990er aus Lateinamerika
Erst um 1995 kam die Legende von El Chupacabra auf. In Puerto Rico wurden Ziegen und Hühner in Ställen gefunden, deren Blut vollständig ausgesaugt worden sein soll. Die Körper der Tiere waren jedoch unversehrt. Hinweise auf den Verbleib des Blutes gaben nur mysteriöse punktförmige Wunden an den Hälsen der Tiere – das Fabelwesen Chupacabra war geboren. Die Geschichte vom Ziegensauger verbreitete sich daraufhin über Mexiko, Chile und Brasilien bis in die USA.
Seitdem gibt es viele Verschwörungstheorien rund um den Chupacabra. So soll er beispielsweise aus Gen-Experimenten amerikanischer Wissenschaftler im Auftrag von Regierungsbehörden entstanden sein. Eine andere Verschwörungstheorie besagt, dass das genmanipulierte Wesen aus einem geheimen Labor in El Yunque, einem Berg im Osten der Insel, entkommen sein soll und seitdem sein Unwesen im Regenwald treibt.
Da Puerto Rico an das Bermudadreieck grenzt, gibt es sogar Spekulationen, dass Außerirdische etwas damit zu tun haben – und so muss der Chupacabra wie schon so manche Fabelwesen vor ihm als Erklärung für viele rätselhafte Phänomene herhalten, die sich Menschen sonst nicht erklären können.
Wie sieht der Chupacabra aus?
Bei den Beschreibungen des Fabelwesens aus Lateinamerika gehen die Meinungen weit auseinander. Alle Behauptungen haben allerdings eines gemeinsam: Chupacabra soll überaus unschön anzusehen sein.
Er soll beispielsweise lange Fangzähne, spitze Krallen und eine haarlose Haut haben. Es gibt aber auch Beschreibungen des Wesen als alienartige Kreatur, die einer Eidechse gleicht und auf zwei muskulösen Hinterbeinen geht. Große Augen, Reißzähne und eine gespaltene Zunge machen das Bild komplett. Laut anderen Beschreibungen soll er Stacheln auf dem Rücken tragen sowie Flügel, mit denen er leicht entkommen kann. Was auffällt: Der Chupacabra wird immer monströser in den Erzählungen: Angeblich soll er so groß wie ein Mensch sein, wenn er sich aufrichtet.
Kryptozoologie: Existiert der Chupacabra wirklich?
Ein Fund in Texas von 2007 sieht dagegen schon weniger mystisch aus: Das Tier, das ein Chupacabra sein soll, ähnelt eher einem unbehaarten Hund mit spitzen Fangzähnen. Seine Finderin Phylis Canion hat das tote Tier ausstopfen lassen. Der Fund wirkte sich angeblich positiv auf den Tourismus in Cuero, den Fundort des vermeintlichen Chupacabras, aus.
