Brisanter „Spiegel“-Bericht

Ulmen zieht vor Gericht – aber nicht gegen alle Vorwürfe


Aktualisiert am 02.04.2026 – 12:52 UhrLesedauer: 2 Min.

Christian Ulmen (Archivbild): Die Staatsanwaltschaft in Itzehoe ermittelt gegen ihn. (Quelle: Hannes Magerstaedt/Getty Images)

Christian Ulmen geht juristisch gegen den „Spiegel“-Artikel vor, in dem seine Ex-Frau schwere Vorwürfe erhebt. Der Schauspieler wehrt sich nur gegen Teile der Berichterstattung.

Christian Ulmen hat beim Landgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung gegen den „Spiegel“-Verlag beantragt. Das bestätigte das Gericht am Mittwoch. Der Antrag richtet sich gegen den Print-Artikel vom 20. März sowie den Online-Beitrag vom 21. März, in dem Ulmens frühere Frau Collien Fernandes schwere Vorwürfe erhebt.

Nach Angaben des Gerichts wendet sich Ulmen gegen mehrere Aspekte der Berichterstattung. Konkret solle der „Spiegel“ es unterlassen, den vermeintlichen Eindruck zu erwecken, Ulmen habe Deepfake-Videos seiner früheren Ehefrau Collien Fernandes erstellt oder verbreitet. Außerdem richtet sich der Antrag gegen die Darstellung, er habe wiederholt körperliche Übergriffe begangen und seine Ex-Frau schwer bedroht. Auch eine Passage zu einem Gerichtstermin auf Mallorca wird angegriffen.

Nicht Gegenstand des Antrags sind die zentralen Vorwürfe, die Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann erhoben hat und weshalb sie Anzeige gegen ihn erstattet hat. Ulmen wird von Fernandes vorgeworfen, über Jahre Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber mit zahlreichen Männern kommuniziert zu haben.

In mehreren Fällen soll es laut Fernandes zu sexuellen Gesprächen und auch zu Telefonsex gekommen sein. Ulmen soll zudem laut Fernandes digital generierte pornografische Inhalte, die ihr ähnelten, verbreitet haben. Es gilt nach wie vor die Unschuldsvermutung.

Zudem steht der Vorwurf im Raum, dass Ulmen Fernandes körperlich angegriffen haben soll. Ihren Schilderungen nach soll es dabei mehrfach zu Übergriffen gekommen sein, auch während eines gemeinsamen Aufenthalts auf Mallorca.

Fernandes machte diese Vorwürfe im „Spiegel“ öffentlich. Teile ihrer Darstellung wurden nach Angaben des Magazins eidesstattlich versichert. Sie sagte dem „Spiegel“, dass sie „virtuell vergewaltigt“ wurde.

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