Christian Drostens autokratisches Verständnis von Wissenschaft



Für Warnschüsse an Kollegen: Christian Drosten

Bild: EPA

Christian Drosten schlägt vor, das Rederecht zu Corona per Mandat zu verteilen. Der Star-Virologe offenbart ein zunehmend autokratisches Verständnis von Wissenschaft. Ein Gastbeitrag.

In der vergangenen Woche hat Christian Drosten, Leiter des In­stituts für Virologie an der Berliner Charité, seinen Rückzug aus dem Sachverständigenrat erklärt, der von der Bundesregierung aufgrund eines Beschlusses des Bundestags mit der Evaluierung des Infektionsschutzgesetzes und der zurückliegenden Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung beauftragt war. Mit Drosten, der als Grund für sein Ausscheiden unter anderem angab, eine solch komplexe Aufgabe sei auf ehrenamtlicher Basis nicht zu leisten, geht nicht irgendein Mitglied dieses Gremiums, sondern der „Corona-Aufklärer der Nation“, wie er im „Handelsblatt“ einmal bezeichnet wurde.

Schon Ende März hatte sich der Berliner Virologe aus dem vom NDR seit Ende Februar 2020 produzierten Podcast-Format „Coronavirus-Update“ zurückgezogen, bei dem er zuvor in achtzig Folgen Rede und Antwort zu aktuellen Fragen seines Fachgebietes gestanden hatte. Als Gründe für seinen Rückzug gab er seinerzeit die hohe Arbeitsbelastung und den Wunsch an, sich wieder stärker der Forschung und seinen Aufgaben als Institutsdirektor widmen zu können.

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