Chinchillas brauchen ausreichend Platz. Denn sie bewegen sich gerne, freuen sich über Auslauf und sind sehr neugierig. Gut ist es deshalb, wenn Sie ein größeres Gehege mit allerlei Spielzeug ausstatten. Oder Sie überlassen den Tieren gleich ein eigenes Zimmer. Damit sich etwa zwei Chinchillas wohlfühlen, sollte ihr Gehege mindestens drei, besser noch fünf Quadratmeter groß sein – am besten mit mehreren Etagen.

Jedes Tier benötigt zudem ein eigenes Schlafhaus und kleine Verstecke. Aus Hartholzplatten können Sie zum Beispiel Kletter- und Sitzmöglichkeiten für die Tiere bauen. Platten aus Sperrholz sind dafür allerdings nicht geeignet, weil Chinchillas gerne knabbern. Auch über Röhren zum Durchlaufen freuen sich die Nagetiere – die Röhren sollten einen Mindestdurchmesser von zwölf Zentimetern haben.

Chinchillas sind reine Pflanzenfresser, kommen aus den Anden in Südamerika und sind deshalb karge, trockene Lebensräume gewohnt – das sollten Sie bei der Futterauswahl berücksichtigen. Es reicht aus, wenn Sie die Tiere zweimal pro Tag füttern, mit der Hauptmahlzeit am frühen Abend. Als Futter eignen sich:

Zusätzlich können Sie Ihrem Tier kleine Mengen spezieller Chinchillapellets geben, etwa zwei Teelöffel pro Tag. Die Pellets bieten Sie am besten in Futternäpfen aus Steingut oder Porzellan an. Zweige von Birnbaum oder Haselnuss sind geeignetes Nagematerial, damit die Schneidezähne in Form bleiben. Zudem sollten Sie den Nagetieren täglich frisches Wasser in einer Schale zur Verfügung stellen.

Chinchillas erkranken häufig an einem grauen Star. Ausgelöst wird er durch einen Diabetes. Die Augenlinse trübt sich dabei durch den hohen Blutzucker ein. Die Zuckerkrankheit entsteht bei Chinchillas durch eine falsche Fütterung etwa mit Obst und stärkereichem Kraftfutter. Bei Veränderungen am Auge sollten Sie daher schnell mit Ihrem Tier zum Tierarzt gehen.

Zudem vertragen Chinchillas kein frisches oder angewelktes Grünfutter: Darauf reagieren sie mit Durchfall, der sogar tödlich verlaufen kann. Tabu sind außerdem industriell hergestellte Futtermittel für andere Nagetiere oder Kaninchen. Ebenfalls ungeeignet ist altes Brot. Denn Brot und andere Backwaren enthalten zu viel Stärke, die Chinchillas schlecht verdauen können. Altes Brot ist außerdem oft mit Schimmelpilzen belastet.

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