Wegen Drogenschmuggels verurteilt

China richtet Franzosen hin

04.04.2026 – 22:40 UhrLesedauer: 1 Min.

In China wurde erneut ein Todesurteil vollstreckt. (Quelle: Symbolbild/dpa)

Ein wegen Drogenschmuggels verurteilter Franzose ist in China exekutiert worden. Paris zeigt sich „bestürzt“ – und erneuert seine Kritik an der Todesstrafe.

Ein 62-jähriger Franzose ist am Samstag im Süden Chinas hingerichtet worden, wie das französische Außenministerium am Abend mitteilte.

Die Regierung in Paris reagierte mit „Bestürzung“ auf die Vollstreckung des Urteils. Die Todesstrafe sei „trotz der Mobilisierung der französischen Behörden, einschließlich der Bemühungen, aus humanitären Gründen eine Gnadenentscheidung zugunsten unseres Landsmannes zu erwirken“ vollzogen worden.

Der in Laos geborene Mann war bereits 2010 wegen Drogenschmuggels zum Tode verurteilt worden. Zuvor hatte ein Gericht ihn nach seiner Festnahme im Jahr 2005 zunächst zu lebenslanger Haft verurteilt.

Die Behörden warfen ihm vor, zwischen 1999 und 2003 an der Herstellung großer Mengen synthetischer Drogen in China beteiligt gewesen zu sein.

Das französische Außenministerium bekräftigte seine grundsätzliche Haltung: Frankreich lehne die Todesstrafe „überall und unter allen Umständen“ ab und setze sich für ihre weltweite Abschaffung ein.

Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International würden in China jedes Jahr „tausende Menschen zum Tode verurteilt und exekutiert“. Offizielle Zahlen veröffentlicht die chinesische Regierung nicht.

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