Verbindung zu Epstein
Weltwirtschaftsforum: Chef tritt zurück
Aktualisiert am 26.02.2026 – 12:42 UhrLesedauer: 2 Min.
Sein Kontakt zu dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein setzt den Präsidenten des Weltwirtschaftsforums unter Druck. Jetzt zieht Børge Brende Konsequenzen.
Der Präsident des Weltwirtschaftsforums (WEF), Børge Brende, tritt von seinem Amt zurück. Brende begründete den Schritt in einer Mitteilung vom Donnerstag damit, dass das Forum seine Arbeit ohne Ablenkungen fortsetzen solle.
Er blicke auf achteinhalb lohnende Jahre zurück, erklärte der frühere norwegische Außenminister. In einer zweiten Mitteilung erklärten die Co-Vorsitzenden des Stiftungsrats, André Hoffmann und Larry Fink, sie akzeptierten die Entscheidung Brendes.
Dem Rücktritt ging eine unabhängige Untersuchung zu den Kontakten Brendes zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein durch externe Anwälte voraus. Diese sei nun abgeschlossen und habe keine weiteren Bedenken über das bereits Bekannte hinaus ergeben, hieß es in der Mitteilung weiter. Einer Offenlegung des US-Justizministeriums zufolge hatte der Norweger drei Geschäftsessen mit Epstein und kommunizierte auch per E-Mail und SMS mit dem US-Millionär.
Roche-Vizepräsident Hoffmann und Blackrock-Chef Fink dankten Brende für seine Führung während einer wichtigen Reformphase und das erfolgreiche Jahrestreffen in Davos.
Zum Interimspräsidenten wurde der gegenwärtige Managing Director des WEF, Alois Zwinggi, ernannt. Der Stiftungsrat werde nun die Suche nach einer dauerhaften Nachfolge einleiten.
In Norwegen stehen wegen ihrer Kontakte zu Epstein neben Brende auch der Ex-Regierungschef und frühere Generalsekretär des Europarats, Thorbjørn Jagland, die bisherige Botschafterin in Jordanien und dem Irak, Mona Juul, und ihr Mann, der frühere Top-Diplomat, Terje Rød-Larsen, im Fokus der Behörden. Gegen alle drei laufen Ermittlungen wegen des Verdachts auf schwere Korruption.











