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Home » Chat-App verspricht zusätzlichen Schutz nach Phishing-Attacken
Digital

Chat-App verspricht zusätzlichen Schutz nach Phishing-Attacken

MitarbeiterBy MitarbeiterApril 30, 2026
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Chat-App verspricht zusätzlichen Schutz nach Phishing-Attacken

Verschlüsselte Chat-App

Signal verspricht zusätzlichen Schutz nach Phishing-Attacken


Aktualisiert am 30.04.2026 – 09:55 UhrLesedauer: 2 Min.

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Große Gruppenanrufe möglich: Signal unterstützt ab sofort Audio- und Videocalls mit bis zu 75 Teilnehmern. (zu dpa: „Signal verspricht zusätzlichen Schutz nach Phishing-Attacken“) (Quelle: Zacharie Scheurer/dpa-tmn/dpa/dpa-bilder)

Angreifer luchsten unter anderem Politikern und Militärs Login-Daten für die verschlüsselte Chat-App Signal ab, um sie auszuspähen. Signal verspricht nun mehr Schutz gegen solche Attacken.

Signal betonte zugleich, dass Verschlüsselung und Software der App nicht gehackt worden seien. Vielmehr hätten Angreifer Nutzer ausgetrickst, indem sie sich als „Signal Support“ ausgegeben und durch diesen Betrug Login-Daten ergattert hätten. Solchen Attacken, bei denen Angreifer Nutzer verleiteten, sie durch die „Vordertür“ reinzulassen, sei jede größere Chat-App ausgesetzt.

Vor der andauernden Cyberattacke über Signal hatten das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erstmals im Februar öffentlich gewarnt. Später veröffentlichten sie einen weiteren Sicherheitshinweis mit konkreten Handlungsanweisungen.

Darin hieß es, die Kampagne werde „wahrscheinlich durch einen staatlich gesteuerten Cyberakteur durchgeführt“. Auf etliche Politikerinnen und Politiker gingen die Sicherheitsbehörden auch zu, um sie zu warnen beziehungsweise ihnen zu helfen, herauszufinden, ob sich Angreifer erfolgreich Zugang zu ihrem Account verschafft hatten.

Aus Kreisen der Bundesregierung hieß es zuvor, dass die Phishing-Kampagne mutmaßlich aus Russland gesteuert wurde. Im Präsidium des Bundestags wird überlegt, künftig auf den Messengerdienst Wire zu setzen. Die Regierung der Niederlande, wo entsprechende Angriffe ebenfalls festgestellt worden waren, hatte bereits erklärt, sie sehe Russland hinter der Kampagne.

Von Signal hieß es, da man grundsätzlich keine Nutzerdaten speichere, sei man auf die Informationen der betroffenen Nutzer über die Attacke angewiesen. Demnach hätten die Angreifer die erschlichenen Login-Daten genutzt, um die Accounts zu übernehmen – und oft auch die damit verknüpfte Telefonnummer zu ändern. Mit den übernommenen Accounts hätten sie dann die Kontaktlisten genutzt und sich als Besitzer der Profile ausgegeben.

Zugleich betonte Signal, dass Support-Mitarbeiter der App niemals nach Verifikations-Codes oder PIN fragen würden.

Das Ansehen der Verschlüsselung von Signal ist so hoch, dass im vergangenen Jahr ranghohe US-Regierungsmitglieder wie unter anderem Vizepräsident JD Vance und Verteidigungsminister Pete Hegseth auf die App zurückgriffen, um sich über Attacken auf die Huthi-Miliz im Jemen abzusprechen. Die Chat-Inhalte wurden jedoch öffentlich, weil versehentlich der Chefredakteur des Magazins „The Atlantic“, Jeffrey Goldberg, der Gruppe hinzugefügt wurde.

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