Baustelle und Sanierung
Chaos im Münchner Westen auf Straßen und Schienen
28.03.2026 – 11:59 UhrLesedauer: 2 Min.

Der Münchner Westen ist gezeichnet von den Bauarbeiten für die Tram-Westtangente. Ab Mitte Mai kommt dann noch eine eingeschränkte U6 hinzu.
Wer im Münchner Westen rund um die beiden Stadtviertel Laim und Sendling Westpark wohnt, kommt nicht an ihr vorbei: der Baustelle für die geplante Tram-Westtangente. Nicht nur die Fahrbahnen wurden von vier auf zwei reduziert, auch die Bushaltestellen werden regelmäßig verlegt und die Busse stehen mitunter lange im Stau. Inzwischen wurde ein Teil der Strecke bereits für die Trambahn freigegeben. Doch wer auf die U6 angewiesen ist, muss ab Mitte Mai mit noch mehr Einschränkungen rechnen.
Die U6 verbindet den Münchner Westen mit der Station Klinikum Großhadern, mit dem Nordosten (Garching Forschungszentrum) der Stadt. Auf ihrer Strecke liegen viel frequentierte Haltestellen wie Implerstraße, Goetheplatz, Sendlinger Tor und Marienplatz. Wer beispielsweise zu den Stationen Lehel, Max-Weber-Platz oder Ostbahnhof will, muss nach Laim zur U5.
Letztere ist derzeit mitunter nur mit viel Zeit und Geduld zu erreichen. Wer von der Haltestelle Holzapfelkreuth zum Laimer Platz will, um mit der U5 in die Stadt zu fahren, kann mit den Buslinien 151 und 51 fahren. Doch seit dem Baubeginn der Tram-Westtangente ist aus der zweispurigen Fahrbahn an der Fürstenrieder Straße eine einspurige geworden. Die Rad- und Fußwege werden immer weiter von der Baustelle eingenommen und die Bushaltestellen werden ständig verlegt. Der Weg zum Laimer Platz wird dadurch zu einer Art Spießrutenlauf.
Ein weiteres Problem ist die Verdrängung der Fußgänger. Wer entlang der Fürstenrieder Straße einkaufen möchte und beispielsweise zum Lidl will, der muss an der Ampel auf der Straße warten. Rund um die Allguth Tankstelle tummeln sich die Baustellenzäune. Die dadurch sowieso schon eingeschränkte Fahrbahn müssen sich somit Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer nun teilen.
Die Sanierungen, die in weniger als zwei Monaten auf die U6-Fahrgäste zukommen werden, dauern jedoch deutlich länger. Somit bleibt am Ende nicht die Frage, ob man den Bus nimmt, sondern welchen: den U6-Ersatzbus oder den Bus zur U5 am Laimer Platz.











