Aus oder nicht?
Markenchef legt sich auf Seat-Zukunft fest
25.02.2026 – 18:06 UhrLesedauer: 2 Min.
Seat oder Cupra – welche Marke hat Zukunft? Der neue Chef beider Marken hat nun eine klare Antwort auf die Frage gegeben, die viele Autofans umtreibt.
Einst als Tochtermarke für sportlich angehauchte Modelle gestartet, hat Cupra seine Muttermarke mittlerweile deutlich überflügelt. Weltweit haben beide Marken zusammen 586.300 Fahrzeuge ausgeliefert – ein Wachstum von 5,1 Prozent gegenüber 2024 und ein Rekord für die beiden Marken in der Unternehmensgeschichte. Den größeren Anteil davon machte Cupra aus, mit 328.800 Fahrzeugen im Vergleich zu 257.400 Autos der Marke Seat.
Nein, sagt Markus Haupt, seit Oktober 2025 CEO der beiden Marken. „Seat ist fester Bestandteil unserer Strategie und hat eine klare Zukunft“, sagte er der Zeitschrift Auto Motor und Sport. „Wir arbeiten an den Modellen, statten die Händler mit neuen Autos aus und haben einen klaren Zeitplan für das Seat-Portfolio angekündigt“, so Haupt. 2027 sollen Ibiza und Arona mit Mildhybriden ausgestattet werden, im folgenden Jahr soll der kompakte Leon einen Vollhybriden erhalten. Zudem soll die Leon-Baureihe bis 2029 aktualisiert werden. „Die Marken müssen sich gegenseitig ergänzen“, so Haupt.
Die Elektrifizierung der Marken – sowohl durch Hybride als auch durch reine E-Autos – ist ihm zufolge eine der Hauptaufgaben. Was Haupt jedoch nicht erwähnt, sind neue Modelle mit dem Seat-S auf dem Kühlergrill, sondern nur Aktualisierungen bestehender Modelle. Wie es weitergeht, sagt er nicht: Ibiza und Arona werden in der aktuellen Modellgeneration in einem Jahr 10 Jahre alt. Zu erwarten ist, dass sie ähnlich wie Konzern-und Technikbruder VW Polo noch bis 2030 durchhalten müssen, um günstige Einstiegsmodelle mit Verbrennungsmotor anbieten zu können. Das ist vor allem im globalen Süden wichtig. Der Leon ist seit 2020 auf dem Markt und wurde wiederholt aufgefrischt, während der sportlichere Cupra Leon eine komplett neue Frontpartie erhalten hat.
Wann und ob – und auch: in welcher Form – Seat neue, eigene Modelle auf den Markt bringen wird, ist also offen.
