Merz unter Druck

Massiver Mitgliederschwund: CDU-General schlägt Alarm

07.05.2026 – 03:23 UhrLesedauer: 1 Min.

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann: Er hat offenbar von massiver Kritik innerhalb der Partei berichtet (Quelle: Kay Nietfeld/dpa)

2024 überholte die CDU die SPD als mitgliederstärkste Partei. Nun dreht sich der Trend offenbar um – und der Generalsekretär schlägt intern Alarm.

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hat das Parteipräsidium vor einem erheblichen Mitgliederschwund gewarnt. In der Präsidiumssitzung vom vergangenen Montag rechnete er vor, dass die CDU bis zum Ende der Legislaturperiode 50.000 Mitglieder verlieren könnte, wie die „Bild“ unter Berufung auf hochrangige Parteikreise berichtet. Linnemann selbst wollte die Aussagen auf Anfrage der Zeitung nicht kommentieren.

Aus Parteikreisen hieß es, die genannte Zahl sei ein hochgerechnetes „Worst Case“-Szenario gewesen. Intern werde laut „Bild“ aber eingeräumt, dass die aktuelle Entwicklung auch mit der unbeliebten Bundesregierung und Bundeskanzler Friedrich Merz zusammenhänge. Das Jahr 2026 sei bislang auch mit Blick auf die Mitgliederbilanz kein gutes gewesen.

Dabei hatte die CDU zuletzt noch Zulauf verzeichnet: 2024 traten mehr als 20.000 Menschen in die Partei ein, womit sie die SPD als bis dahin mitgliederstärkste Partei ablöste. Dieser Zuwachs wurde auch auf Merz zurückgeführt, der die Ampel-Koalition damals als Oppositionsführer unter Druck gesetzt hatte.

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