Bei „guten, vernünftigen Anträgen“
Zusammenarbeit mit der AfD? CDU-Abgeordnete provoziert Merz
25.02.2026 – 19:12 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine CDU-Abgeordnete bricht mit der Parteilinie: Saskia Ludwig zeigt sich offen für eine Minderheitsregierung, die auf AfD-Stimmen angewiesen wäre.
Die CDU-Bundestagsabgeordnete Saskia Ludwig zeigt sich offen für eine CDU-geführte Minderheitsregierung in Sachsen-Anhalt, die sich im Landtag auch auf Stimmen der AfD stützen könnte. Eine feste Koalition mit der AfD lehnt sie jedoch ab.
Im „Spitzengespräch“ des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ sagte die Brandenburger Politikerin mit Blick auf die anstehende Landtagswahl, man müsse ein Wählervotum „sehr ernst nehmen“. Eine Koalition mit der AfD sei „nicht machbar“, betonte Ludwig. Sollte es rechnerisch keine andere Mehrheit geben, könne jedoch eine Minderheitsregierung ein Weg sein: „Wenn es eine Minderheitsregierung werden sollte, dann müsste es eine Minderheitsregierung werden, wenn andere Prozente nicht möglich sind.“
Auf die Frage, ob sich eine solche Regierung auch auf Stimmen der AfD stützen solle, antwortete Ludwig ausweichend. Zugleich erklärte sie, bei „guten, vernünftigen Anträgen“, die dem Land dienten, müsse man auch diejenigen einbeziehen, die einen Wählerauftrag erhalten hätten.
Kritik kam vom Vorsitzenden der Linken, Jan van Aken. Er warnte vor einer weiteren Normalisierung der AfD. Je mehr man die Partei wie eine gewöhnliche demokratische Kraft behandle, desto größer werde die Gefahr für die Demokratie, sagte er ebenfalls im „Spitzengespräch“. Die AfD versuche, „mit den Mitteln der Demokratie die Demokratie kaputtzumachen“.
Die CDU hat eine Koalition oder sonstige Zusammenarbeit mit der AfD auf Bundesebene mehrfach ausgeschlossen. Auch mehrere Landesverbände bekräftigten zuletzt ihre Abgrenzung.
