Kölner Komikerin

Wut, Feminismus und klare Worte: Carolin Kebekus ist zurück im TV


10.04.2026 – 04:08 UhrLesedauer: 2 Min.

Carolin Kebekus (Archivbid): Die Kölner Komikerin ist seit Donnerstag wieder mit ihrer Show in der ARD zu sehen. (Quelle: IMAGO/Christoph Hardt/imago)

Die neue Staffel der „Carolin Kebekus Show“ hat begonnen – mit weiblicher Wut, Lady Bitch Ray und Worten, die es in sich haben.

Carolin Kebekus ist zurück. Seit Donnerstagabend läuft die neue Staffel ihrer „Carolin Kebekus Show“ in der ARD Mediathek sowie im linearen TV – und die Kölner Komikerin startet mit einem der meistdiskutierten Themen der vergangenen Wochen: weibliche Wut.

Den Anstoß lieferte die Debatte um sexualisierte digitale Gewalt, die zuletzt durch den Fall der Moderatorin Collien Fernandes und ihres früheren Ehemanns Christian Ulmen neu entfacht wurde. „Was Collien Fernandes angetan wurde, hat gewirkt wie ein Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat“, hatte Kebekus jüngst der „Rheinischen Post“ gesagt. Den öffentlichen Umgang mit solchen Fällen kritisierte sie scharf – und ließ dabei auch Bundeskanzler Merz nicht unerwähnt, dem sie vorwarf, „aus der Sexismus-Debatte eine Migrationsdebatte machen“ zu wollen: „Damit macht er sich zum Komplizen der Gegenbewegung.“

Thematisch näherte sie sich der weiblichen Wut auch auf persönliche Weise: Schon bei Kleinkindern werde Wut je nach Geschlecht unterschiedlich bewertet, so Kebekus. Während Ausbrüche bei Jungen positiv gedeutet würden, lösten sie bei Mädchen Sorgen aus. Wut sei dabei grundsätzlich etwas Gutes, betonte sie: „Denn Wut sagt uns ja: Hier stimmt etwas nicht. Ich brauche Veränderung.“

Als Gast war Linguistin und Rapperin Reyhan Şahin alias Lady Bitch Ray zu sehen, die gemeinsam mit Kebekus auftrat. Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Song – darunter das Stück „Nicht alle Männer“ der Rapperinnen Ebow und Mariybu, das kurz zuvor viral gegangen war. „Die Scham muss jetzt die Seite wechseln“, heißt es darin – und Kebekus ergänzte: „Wir sind proud, Brüste raus. Vater Staat kann Scheide lecken.“ Männern, die nicht wüssten, wie sie sich in der Debatte verhalten sollten, gab sie eine knappe Antwort: „Vielleicht lasst ihr unsere Wut erst mal gelten.“

Neue Folgen erscheinen jeweils donnerstags um 19.30 Uhr in der ARD Mediathek, linear im Ersten um 23.35 Uhr. Im Herbst – ab dem 22. Oktober – startet eine zweite Staffel mit weiteren sieben Folgen.

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