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Home » Cambridge-Professor Ardey tot – Familie erhebt Vorwürfe
Panorama

Cambridge-Professor Ardey tot – Familie erhebt Vorwürfe

MitarbeiterBy MitarbeiterAugust 15, 2026
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Nach Plagiatsvorwürfen

Cambridge-Professor tot aufgefunden – Familie äußert sich

Aktualisiert am 15.08.2026 – 11:44 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Jason Arday trug während der Olympischen Spiele in London die Fackel (Archivbild): In Cambridge wurde er Professor. (Quelle: Joe Giddens/PA via AP/dpa-bilder)

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Dramatische Wende im Fall um Plagiatsvorwürfe in der britischen Universität Cambridge: Der beschuldigte Professor Jason Arday ist tot aufgefunden worden. Seine Familie erhebt schwere Vorwürfe.

Der nach schwerwiegenden Plagiatsvorwürfen zurückgetretene frühere Professor der renommierten Universität Cambridge, Jason Arday, ist Medienberichten zufolge tot aufgefunden worden. Das berichteten am Abend der Sender Sky News sowie die BBC. Die Londoner Metropolitan Police teilte mit, ein 41-jähriger Mann sei am Einsatzort im Südwesten der britischen Hauptstadt für tot erklärt worden.

Medien berichteten unter anderem über Plagiatsvorwürfe mit Blick auf die Doktorarbeit des Professors an der Liverpool John Moores Universität. Auch an der Glaubwürdigkeit von Teilen seiner Lebensgeschichte wurde öffentlich gezweifelt. Eine frühere Untersuchung der Uni in Liverpool stellte laut der Nachrichtenagentur PA kein wissenschaftliches Fehlverhalten fest.

  • Hochstapler: Unglaublich, dass keiner Arday auf die Schliche kam

Zum jetzigen Zeitpunkt werde sein Tod als unerwartet eingestuft, es gebe jedoch keinen Grund zu der Annahme, dass ein Verbrechen vorliege, zitierte die PA die Polizei, die in Großbritannien grundsätzlich keine Namen nennt. Der Fall werde weiter untersucht. Der Rücktritt des Soziologen von seiner Professur in der vergangenen Woche hatte in Großbritannien für große Aufregung gesorgt. Die Vorwürfe wies Arday in einem Schreiben zurück.

Familie äußert sich

Die Familie bestätigte am Samstag den Tod Ardays. Zugleich erhob sie schwere Vorwürfe. „Die Desinformationskampagne war einfach zu viel für Jason“, hieß es in einer Erklärung, die über Ardays Verlag Simon & Schuster veröffentlicht wurde. „Er war ein sanftmütiger Mensch, der in jedem stets das Gute sehen wollte.“ Auch die Vizekanzlerin der Universität, Deborah Prentice zeigte sich „zutiefst betrübt über diese tragische Nachricht“. In einer kurzen Erklärung hieß es weiter: „Unser tiefstes Mitgefühl gilt der Familie und den Freunden von Jason Arday in dieser unglaublich schweren Zeit.“

Die Kapelle des King's College in Cambridge: Hier wird jedes Jahr am 25. Dezember ein Gottesdienst abgehalten, der von der BBC übertragen wird.Vergrößern des Bildes
Die Kapelle des King’s College in Cambridge (Archivbild): Die renommierte Hochschule nahm zum Tod des Forschers ebenfalls Stellung. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Ian Murray)

Arday hatte zuvor in einer Stellungnahme mitgeteilt, der Rücktritt sei „der einzige Weg, dieses Kapitel zu beenden“. Dieser solle nicht als „Zustimmung zu den Darstellungen verstanden werden“. Nach Angaben der BBC sagte Arday zudem mehrere Veranstaltungen ab. Vize-Kanzlerin Prentice, hatte zuvor mitgeteilt, eine Untersuchung rund um Arday werde „unabhängig durch hochrangige Wissenschaftler aus Cambridge und von außerhalb“ durchgeführt. Die Universität war aufgrund des Falls stark in die Kritik geraten.

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