In dem acht Jahre alten Clip berichtet Hagel, damals 29 Jahre alt und Landtagsabgeordneter, von einem Schulbesuch. In der Klasse hätten „80 Prozent Mädchen“ gesessen. „Also da gibt’s für 29-jährige Abgeordnete schlimmere Termine als diesen“, sagt er in dem Video. Über eine Schülerin äußert er sich mit den Worten: „Ich werd’s nie vergessen, die erste Frage, sie hieß Eva, braune Haare, rehbraune Augen.“

Welche Auswirkungen hat das viel kritisierte acht Jahre alte Interview von CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel im Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg? Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur gibt nun erstmals Hinweise darauf, wie stark die Debatte Hagel schadet. In der Befragung gab etwa die Hälfte (47 Prozent) der Befragten, die von dem Video gehört hatten, an, dass es ihr Bild von Hagel eher negativ beeinflusse. Etwa jeder Zehnte (13 Prozent) hat nun sogar ein positiveres Bild von Hagel. Bei 38 Prozent der Befragten ändert das Video eher wenig an der Beurteilung Hagels.

Viele Befragte haben von der Debatte aber auch gar nichts mitbekommen. Fast jeder Zweite (48 Prozent) gab an, von dem Video und der anschließenden Debatte nichts gehört oder gelesen zu haben. 34 Prozent haben davon gehört oder gelesen und können auch erklären, worum es geht. 14 Prozent haben die Debatte mitbekommen, können sie aber nicht genau erklären.

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