Streik abgewendet
Neuer Manteltarifvertrag: BVG und Verdi einigen sich
Aktualisiert am 27.03.2026 – 12:27 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Berliner Verkehrsbetriebe und die Gewerkschaft Verdi haben sich auf einen neuen Manteltarifvertrag geeinigt. Damit ist ein Streik im Berliner ÖPNV vom Tisch.
Ein Streik bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) ist vorerst abgewendet. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, habe man sich mit der Arbeitnehmerseite auf ein umfassendes Maßnahmenpaket geeinigt.
Der neue Manteltarifvertrag beinhaltet unter anderem eine Einmalzahlung von 150 Euro. Dazu kommen die Wahl zwischen zusätzlichem Urlaub von bis zu 33 Tagen oder zusätzlichem Gehalt. Von 2027 bis 2029 könnten die Mitarbeiter dann zwischen einem zusätzlichen Urlaubstag oder bis zu 1,35 Prozent mehr Gehalt pro Jahr wählen. „Mit diesem Abschluss setzen wir ein klares Zeichen: Arbeit ist wichtig, aber nicht alles“, kommentierte Jenny Zeller-Grothe, die Verhandlungsführerin und Vorständin Betrieb und Personal der BVG die Ergebnisse.
Mehr Geld werde es ab sofort auch für Mehrarbeit geben. BVG-Mitarbeiter dürften ihre Regelarbeitszeit von 36,5 oder 37,5 Stunden wöchentlich auf bis zu 39 Stunden pro Woche erhöhen. Die Laufzeit der neuen Regelungen betrage 48 Monate.
Zusätzlich zur Wahlfreiheit erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung von 150 Euro sowie ab 2027 jährlich 600 Euro Urlaubsgeld.
Ab dem kommenden Jahr werde zusätzlich die Mindestruhezeit zwischen zwei Arbeitsschichten auf elf Stunden erhöht. Bisher waren Ausnahmen von dieser Regelung möglich.
Weitere Neuerungen umfassen etwa eine längere Wendezeit, also die Pause von Fahrern bei Bus, Straßen- und U-Bahnen an Endstationen sowie zusätzlichen Urlaub als Ausgleich für Nachtarbeit von bis zu fünf Tagen.
Außerdem werde noch im Juli dieses Jahres gemeinsam eine sogenannte Kommission Entgeltordnung geschaffen, so die BVG in ihrer Mitteilung.









