BVG-Jahresbilanz
Mehr Sexualdelikte im Berliner Nahverkehr
20.04.2026 – 19:00 UhrLesedauer: 1 Min.
Rund 4.000 Gewaltdelikte zählen die Verkehrsbetriebe 2025 in Bussen und Bahnen. Das bedeutet zwar einen Rückgang. Dafür gab es mehr Sexualdelikte.
Die Berliner Verkehrsbetriebe haben ihre Sicherheitsbilanz für 2025 vorgelegt. Demnach registrierte die BVG nach eigenen Angaben in Bussen und Bahnen rund 4.000 Gewaltdelikte – etwa 120 weniger als im Vorjahr. Den Rückgang führen die Verkehrsbetriebe vor allem auf weniger Körperverletzungen zurück. Mit rund 2.730 Fällen gab es etwa 100 Vorfälle dieser Art weniger als 2024.
Derweil stieg die Zahl der Sexualdelikte mit 314 auf den höchsten Stand seit 2015. Auch die Zahl der Nötigungen hat sich im Verlauf der vergangenen zehn Jahre nahezu verdoppelt und lag 2025 den Angaben zufolge bei 644. Dies sei ein gesamtgesellschaftlicher Trend, der sich auch bei der BVG zeige, teilte das Unternehmen mit. Eine genaue Ursache dafür sei nicht bekannt.
Insgesamt gab es im vergangenen Jahr rund 16 Prozent weniger Straftaten als im Jahr davor. Die Zahl der Taschendiebstähle ging deutlich von mehr als 4.100 solcher Taten auf rund 2.800 zurück. Auch Betäubungsmitteldelikte gab es weniger. Die BVG führt das auch auf die ergriffenen Sicherheitsmaßnahmen wie mehr Reinigungs- und Sicherheitsstreifen auf speziellen Linien oder eine effizientere Videoüberwachung zurück.
