Bundesliga-Topspiel
Dortmund schockt den VfB Stuttgart in der Nachspielzeit
Aktualisiert am 04.04.2026 – 20:46 UhrLesedauer: 2 Min.
In einem ereignisarmen Spiel fällt Dortmund in Stuttgart 93 Minuten offensiv gar nichts ein. Dann dreht der BVB auf.
Karim Adeyemi und Julian Brandt haben Borussia Dortmund in einem lange chancenarmen Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga zum Sieg beim VfB Stuttgart geführt. In der Nachspielzeit trafen die beiden eingewechselten Offensivspieler zum 2:0 (0:0). Bei den ersten richtigen Torchancen der Dortmunder (90.+4 und 90.+6) schlug das Team von Trainer Niko Kovač am Ende doch noch zu.
„Die sind halt eiskalt, und wir waren es heute nicht“, sagte Stuttgarts Nationalstürmer Deniz Undav bei Sky. „In so einem Spiel ist es wichtig, die kleinen Momente auszunutzen.“ Und das sei seinem Team trotz spielerischer Überlegenheit nicht gelungen. BVB-Torwart Gregor Kobel gab zu: „Die zwei Tore am Ende haben schon gutgetan.“
Im Duell des Tabellenzweiten mit dem Dritten hatten die Spitzenteams den 60.000 Zuschauern zuvor alles andere als ein Offensivspektakel geboten. Die Dortmunder hatten sich weitestgehend auf die Defensive konzentriert, steuern aber zunehmend auf die nächste Vizemeisterschaft zu. Sie bauten zudem den Vorsprung auf den VfB in der Tabelle auf elf Punkte aus. Sieben Pflichtspiel-Begegnungen in Serie waren die Westfalen zuvor nicht gegen die Stuttgarter erfolgreich gewesen.
Angesichts eines dominanten Auftritts ist die Niederlage für die drittplatzierten Stuttgarter auf dem erhofften Weg in die Champions League eine verpasste Gelegenheit. Auch der zuletzt so treffsichere Nationalstürmer Deniz Undav, dessen Rolle bei Bundestrainer Julian Nagelsmann die Schlagzeilen und Gesprächsthemen beherrscht hatte, blieb diesmal ohne Treffer und wurde selten in Szene gesetzt.
Die Gastgeber bestimmten von Anfang an und über weite Strecken das Geschehen, taten sich aber in der Offensive schwer, sich vielversprechende Torgelegenheiten zu erarbeiten. In der ersten Hälfte brauchte die Mannschaft von Trainer Hoeneß knapp 20 Minuten, um erstmals gefährlich zu werden.
Nach einem Ballverlust von Ramy Bensebaini schloss Taktgeber Angelo Stiller nicht zwingend genug ab, um BVB-Keeper Gregor Kobel zu überwinden. Chris Führichs Versuch wurde anschließend geblockt. Führich war über die linke Seite in der ersten Hälfte ein Aktivposten, aber auch er belohnte sein Team für die nicht. Sein Freistoß aus aussichtsreicher Position eine Viertelstunde später flog ebenso über das Tor wie ein Abschluss nach einer Ecke kurz vor der Pause.








