Fett ist nicht gleich Fett
Butter oder Margarine: Was ist wirklich gesünder?
Aktualisiert am 19.05.2026 – 11:18 UhrLesedauer: 3 Min.
Butterfans loben das Aroma, Margarineliebhaber schwören auf die gesunden Fette. Doch sind das Tiererzeugnis oder das Pflanzenprodukt wirklich zu empfehlen?
Während Butter aus Kuhmilch beziehungsweise Milchfett hergestellt wird, kommen in Margarine überwiegend pflanzliche Öle wie Raps-, Oliven-, Lein-, Soja- und Sonnenblumenöl zum Einsatz.
Hier erfahren Sie, wie sich Butter und Margarine unterscheiden, wie gesund beziehungsweise ungesund die Streichfette sind und welche Alternativen es gibt.
Wie ungesund ist Butter?
Butter besteht zu mehr als 80 Prozent aus Fett und zu zwei Dritteln aus gesättigten Fettsäuren. Ihr Ruf war daher lange schlecht, denn sie stand in Verdacht, das ungünstige LDL-Cholesterin im Blut zu erhöhen. Inzwischen haben Studien ermittelt, dass das Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung, Lebensstil und Stoffwechsel viel entscheidender für den Cholesterinspiegel ist als die Ernährung.
Zudem handelt es sich bei einem Teil der gesättigten Fettsäuren in der Butter um kurz- und mittelkettige Fettsäuren. Diese sollen im Gegensatz zu langkettigen gesättigten Fettsäuren weder das schlechte LDL-Cholesterin im Blut negativ beeinflussen, noch das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Wegen des hohen Energiegehalts sollte Butter trotzdem nur in Maßen verzehrt werden.
Margarine besitzt besseres Fettsäurespektrum als Butter
Laut den Experten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und der Stiftung Warentest hat Margarine ein günstigeres Fettsäuremuster als Butter. Margarinen aus gesunden Ölen wie Raps-, Sonnenblumen- oder Leinöl liefern reichlich Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Diese mehrfach ungesättigten Fettsäuren wirken nachweislich positiv auf Bluthochdruck, Blutgerinnung und damit die Herzgesundheit.
Doch auch wenn Pflanzenöle gesünder sind als Milchfette, liegt man mit Margarine nicht immer richtig: Manche enthalten große Anteile an Kokosöl und Palmfett, die reich an gesättigten Fettsäuren sind. Experten empfehlen daher, auf Margarinen zurückzugreifen, die möglichst wenig gesättigte Fette enthalten. Diese Angabe findet sich in der Tabelle zu den Nährwertangaben auf den Produkten.
- Herzgesunde Ernährung: Diese Fette und Öle stärken das Herz
Zudem können bei der Raffination der Pflanzenöle Schadstoffe entstehen. Das zeigt auch eine Untersuchung der Zeitschrift „Öko-Test“ aus dem Jahr 2023: Alle geprüften Margarinen waren mehr oder weniger mit Mineralölbestandteilen verunreinigt. Transfette, die früher bei der Härtung von Margarine entstanden, sind hingegen in europäischen Produkten heute nicht mehr häufig.
Allerdings können Margarinen neben pflanzlichen Ölen eine Reihe weiterer Inhaltsstoffe aufweisen, unter anderem Wasser, Salz, Sauermolke, Joghurt, Magermilch, Emulgatoren, Konservierungsstoffe, Zitronensäure, Aromen sowie den Farbstoff Beta-Karotin. Einige Margarinen enthalten auch zugesetzte synthetische Vitamine.
Butter enthält weniger Zusatzstoffe
Butter hingegen darf zusätzlich nur Wasser, Salz, gelb färbendes Beta-Karotin sowie Milchsäurebakterien enthalten. Wer die artgerechte Haltung von Kühen unterstützen möchte, sollte Butter mit dem Hinweis „aus Weidehaltung“ kaufen.
Doch alle von der Stiftung Warentest im Jahr 2023 geprüften Butter wiesen Mineralölrückstände auf.
Margarine: Konkurrenz für Butter
Margarine kann aber eine echte Konkurrenz für Butter sein. Sie enthält für die Gesundheit vorteilhaftere Fette und ist meist viel preiswerter. Allerdings gilt es beim Einkauf ein paar Punkte zu beachten:











