Zweitklässler starb am Unfallort
Nach tödlichem Busunglück: Verletzte außer Lebensgefahr
Aktualisiert am 11.06.2026 – 09:16 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Schulausflug bei Dachau endet mit dem Tod eines Zweitklässlers und 34 Verletzten. Wie konnte es zu dem Unglück kommen? Was bekannt ist.
Nach dem schweren Busunfall im Landkreis Dachau ist nach Polizeiangaben keiner der Verletzten mehr in akuter Lebensgefahr. Zwei Kinder und eine Lehrerin waren zuvor mit schwersten Verletzungen in eine Klinik eingeliefert worden.
Der Reisebus mit zwei zweiten Klassen der Grundschule Haimhausen war gegen 12.30 Uhr bei Hebertshausen mit einem entgegenkommenden Linienbus zusammengestoßen. Die Kinder waren auf dem Rückweg von einem Schulausflug gewesen. Für einen kleinen Jungen endete der Unfall tödlich, er verstarb trotz mehrerer Reanimationsversuche noch am Unglücksort. Nach Angaben der Polizei wurden 30 Kinder verletzt: zwei Kinder schwer, zwei mittelschwer und 26 leicht.
Auch eine Lehrerin und die beiden Busfahrer erlitten Verletzungen. Vier Rettungshubschrauber, rund 15 Rettungswagen und acht Notärzte waren im Einsatz.
Wie es zu dem tragischen Zusammenstoß kommen konnte, ist noch unklar. Die beteiligten Busse werden nun von einem Gutachter untersucht, auch ein unfallanalytisches Gutachten sei in Auftrag gegeben worden.
Tödliches Busunglück: War enge Kurve Grund für Zusammenstoß?
Nach bisherigen Erkenntnissen kollidierten der Reisebus und der Linienbus in einer engen Kurve auf der Staatsstraße zwischen Haimhausen und dem Hebertshausener Ortsteil Ampermoching. Laut BR24 gilt dort ein Tempolimit von 60 beziehungsweise 50 Kilometern pro Stunde.
Die Staatsanwaltschaft München II hat einen Gutachter beauftragt. Geprüft werden soll auch, ob technische Probleme an einem der Fahrzeuge eine Rolle gespielt haben könnten. Freiwillige Atemalkoholtests der beiden Fahrer ergaben nach Polizeiangaben null Promille.
Betreuung für Angehörige und Helfer eingerichtet
Für Einsatzkräfte und Angehörige stand am Mittwoch im Ortsteil Ampermoching eine Sammelstelle zur Verfügung. Dort wurden Betroffene psychosozial betreut, die Gemeindeverwaltung richtete zudem ein Bürgertelefon ein. Am Abend öffnete auch die Pfarrkirche St. Nikolaus in Haimhausen für Trauernde.
Auch die Einsatzkräfte standen unter dem Eindruck des Unglücks. Maximilian Reimoser, Sprecher der Kreisbrandinspektion Dachau, zeigte sich im Rahmen eines Pressestatements schwer betroffen: „Das sind Bilder und Momente, die man nicht so leicht verarbeitet. Es ist immer besonders schwer, wenn es Kinder sind – in diesem Fall kommt natürlich auch die direkte Nähe dazu, weil es Kinder aus Heimhausen sind. Wir sprechen allen Angehörigen unser tiefstes Beileid aus.“
Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Instagram-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Instagram-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.
Söder: „Kaum in Worte zu fassen“
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) reagierte auf Instagram bestürzt auf den Unfall. „Das sind sehr schlimme Nachrichten, die kaum in Worte zu fassen sind. Ein Kind wurde aus dem Leben gerissen, viele weitere Personen wurden verletzt“, schrieb Söder.
