Tarifgespräche
KVB kündigt Warnstreik am Freitag an – Busse und Bahnen stehen still
Aktualisiert am 04.03.2026 – 12:26 UhrLesedauer: 1 Min.
Die nächste Eskalation im Tarifstreit im öffentlichen Nahverkehr droht. Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) streiken am Freitag.
Der Tarifstreit zwischen der Gewerkschaft Verdi und den öffentlichen Nahverkehrsunternehmen eskaliert weiter. Verdi hat für Freitag (6. März) einen erneuten Warnstreik angekündigt. Betroffen davon sind zahlreiche ÖPNV-Unternehmen in Nordrhein-Westfalen, darunter auch die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB). Es ist bereits der dritte Warnstreik in den laufenden Verhandlungen.
Ab Freitagmorgen, 3 Uhr, fahren dann keine Stadtbahnen mehr in Köln. Betroffen sind auch die Linien 16 und 18, die gemeinsam mit den Stadtwerken Bonn (SWB) betrieben werden. Im Busverkehr fahren nur die Linien, die von privaten Subunternehmen betrieben werden. Es ist damit zu rechnen, dass nahezu der gesamte öffentliche Nahverkehr im Stadtgebiet zum Erliegen kommt.
S-Bahnen und Regionalzüge sind von dem Warnstreik nicht betroffen. Die Verhandlungen zwischen Verdi und den rund 30 betroffenen Unternehmen in Nordrhein-Westfalen waren am Dienstag ohne Ergebnisse beendet worden. Im Anschluss hatten Experten bereits mit einer erneuten Streikankündigung für die kommenden Tage gerechnet.
Verdi fordert im aktuellen Tarifstreit vor allem bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. Kernforderungen sind unter anderem eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 39 auf 37 Stunden, höhere Sonntagszuschläge, sowie die Ausweitung der Ruhezeiten zwischen zwei Schichten von zehn auf elf Stunden.
