Preisstreit zur Fußball-WM
Fans können plötzlich aufatmen
13.05.2026 – 21:05 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach massiver Kritik senken New York und New Jersey die Nahverkehrspreise zum WM-Finalort MetLife Stadium deutlich. Doch selbst der neue Tarif liegt noch weit über dem, was Pendler normalerweise zahlen.
Wer zur Fußball-WM im Sommer das Finale im MetLife Stadium besuchen will, muss für die Anreise mit dem Zug nun 98 US-Dollar zahlen. New Jersey und New York haben die Ticketpreise für den öffentlichen Nahverkehr nach heftiger Kritik gesenkt. Es ist bereits die zweite Preisanpassung.
Ursprünglich waren 150 US-Dollar für Hin- und Rückweg geplant, zwischenzeitlich sank dieser Preis auf 105 US-Dollar, nun wurde es weitere sieben Dollar günstiger. Trotzdem liegt der neue Tarif noch immer weit über dem regulären Preis von 12,90 Dollar.
New Jerseys Gouverneurin Mikie Sherrill teilte am Dienstagabend auf der Plattform X mit, dass Sponsoren einen Teil der Fahrtkosten übernähmen und keine Steuergelder aus New Jersey eingesetzt würden. Auch New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul reagierte: Der Busfahrpreis für die Hin- und Rückfahrt sinkt von 80 auf 20 Dollar. Zudem sollen 20 Prozent der Bustickets für Einwohner des Bundesstaates New York reserviert werden.
Nahverkehr als zentrale Rolle für WM
Hochul sagte: „Die Ausrichtung der Weltmeisterschaft ist eine einmalige Gelegenheit für die New Yorker – eine Gelegenheit, die sich nur einmal pro Generation bietet –, und wir gestalten dieses Weltklasse-Ereignis so erschwinglich und zugänglich wie möglich.“
Der Nahverkehr spielt eine zentrale Rolle, weil die Parkmöglichkeiten rund um das MetLife Stadium aus Sicherheits- und Platzgründen nahezu vollständig gestrichen wurden. Zusätzlich sollen klassische gelbe Schulbusse eingesetzt werden. An fünf Spieltagen, darunter das WM-Finale am 19. Juli, steigt die Zahl der Busplätze von 10.000 auf 18.000. Bei drei weiteren Partien an Schultagen stehen 12.000 Plätze zur Verfügung.
Das MetLife Stadium liegt rund 16 Kilometer westlich von Manhattan. Die USA richten die WM gemeinsam mit Mexiko und Kanada aus – das Turnier beginnt am 11. Juni.
